Wegen Corona: Gutschein statt Stornierung

Erstellt von Tobias Kurz am 14. April 2020, 12:08 Uhr

Durch die Corona Krise müssen gerade viele Urlauber ihre geplanten Reisen absagen oder verschieben. Damit das nicht zu fatalen finanziellen Ausfällen in der Reisebranche führt, hat die Bundesregierung ein neues Modell vorgestellt.

So soll die Tourismusbranche gerettet werden

Strandkorb
Mit Gutscheinen wollen die Reiseveranstalter liquide bleiben. (Symbolbild)

Momenten haben viele Unternehmen durch das Kontaktverbot und die Reisestopps erheblich Einbußen zu verzeichnen. Um die wirtschaftlichen Verluste zu minimieren, sind viele auf die Hilfe der Bundesregierung angewiesen – darunter Reisveranstalter. Momentan bieten Veranstalter wie TUI oder Alltours kostenfreie Stornierungen von Reisen innerhalb eines bestimmten Zeitraums an. Dies ist für die Kunden zwar kulant, sorgt für die Unternehmen allerdings für massive Verluste.

Um diesem Problem entgegenzuwirken, plant die Bundesregierung eine Gutscheinlösung: Urlauber sollen für Reisen, die sie momentan nicht antreten können, Gutscheine erhalten. Für die Reiseunternehmen entstehen so keine Mehrkosten für eventuelle Rückzahlungen und sie bleiben finanziell vorerst stabil. Eine solche Lösung soll ebenfalls EU weit eingeführt werden.

Details zu den Gutscheinen

Die Reisegutscheine sollen bis Ende des Jahres 2021 einzulösen sein – danach müssen die Reiseveranstalter den Gutscheinwert erstatten. Inkludiert in diese Regelung sind alle Reisen, die vor dem 8. März 2020 gebucht wurden. Eine Ausnahmeregelung gibt es bei Kunden, die auf die finanzielle Unterstützung angewiesen sind: sie erhalten keinen Gutschein, sondern erlangen das Geld sofort zurück. Die Bundesregierung sowie die Reiseveranstalter erhoffen sich so eine Kompromisregelung für alle Beteiligten.

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