TUI sagt alle Pauschalreisen in Spaniens Risikogebiete ab

Erstellt von Lukas Krönert am 17. August 2020, 11:39 Uhr

Das Robert-Koch-Institut und das Auswärtige Amt haben auf die rasante Zunahme des Infektionsgeschehens in Spanien reagiert und beinahe das gesamte Land zum Risikogebiet erklärt bzw. eine Reisewarnung ausgesprochen. Reiseveranstalter TUI hat nun reagiert und sagt alle Pauschalreisen in die betroffenen Gebiete ab.

Canyamel Mallorca
Die erneute Reisewarnung für Spanien sorgt für ein frühzeitiges Ende der touristischen Hauptsaison. (Bild: Canyamel)

Kundinnen und Kunden, die eine Spanien Pauschalreise gebucht haben, sollen jedoch nicht in jedem Falle auf gepackten Koffern sitzen bleiben. TUI möchte sich darum bemühen, Alternativen anzubieten – etwa Umbuchungen zu den Kanarischen Inseln, die nicht als Risikogebiet gelten. Hierfür möchte der Konzern alle Betroffenen zeitnah kontaktieren.

Wer sich bereits in Spanien befindet, muss indes nicht unbedingt früher zurückkehren. Die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes stellt kein Reiseverbot dar. Der eigene Urlaub kann also problemlos fortgesetzt oder sogar noch angetreten werden – sofern der Reiseveranstalter ihn nicht absagt. Wer aus Spanien (mit Ausnahme der Kanarischen Inseln) zurückkehrt, muss sich jedoch einem Test auf Sars-CoV-2 unterziehen und sich mindestens bis zum Eintreffen des Ergebnisses in Quarantäne begeben.

Sowohl für Reiseanbieter als auch für die spanischen Tourismusunternehmen stellt die Reisewarnung einen harten Schlag dar: Spanien ist das beliebteste Reiseziel der Deutschen und Gäste aus Deutschland sorgen für einen erheblichen Teil der Umsätze in spanischen Tourismusregionen. Die Hauptsaison dürfte mit der Reisewarnung nun frühzeitig beendet sein, was aller Wahrscheinlichkeit nach mit großen finanziellen Einbußen verbunden sein wird.

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