Thomas Cook ist pleite: Alltours profitiert

Erstellt von Nicole Sälzle am 26. November 2019, 15:20 Uhr

In den vergangenen Wochen profitierte nicht nur TUI von der Thomas Cook-Pleite. Auch Alltours darf sich hervorragender Zahlen erfreuen.

Sharm el-Sheikh
Besonders Ägypten steht bei Alltours-Kunden hoch im Kurs.

Die Konkurrenz profitiert von der Cook-Pleite

Die Pleite des traditionsreichen Reiseunternehmens Thomas Cook hat die Branche ordentlich durchgeschüttelt. Auch über Monate hinweg wird die Insolvenz große Konsequenzen haben. Dennoch gibt es auch positive Meldungen. Zumindest für die Konkurrenz.

Nachdem sich schon der Reiseveranstalter TUI über mehr Vertrauen von Reisenden und Anlegern freuen durfte, ist jetzt auch Alltours dran. Der in Düsseldorf ansässige Reiseveranstalter geht davon aus, im laufenden Geschäftsjahr 2019/2020 erstmals mehr als zwei Millionen Gäste begrüßen zu dürfen. Tritt dieser Fall ein, so würde dies einen Anstieg von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeuten, erklärte Alltours-Inhaber Willi Verhuven.

Rund drei Viertel dieses Zuwachses schreibt Verhuven der Pleite von Thomas Cook zu. Einen massiven Preisanstieg sagt Verhuven nicht voraus. Diese sollen im Großen und Ganzen stabil bleiben.

Die Thomas Cook-Pleite kündigte sich an

Schon Monate vor dem Thomas Cook-Aus zeichnete sich das Ende des Veranstalters ab. Das spürten nicht nur all jene, die mit dem Reiseveranstalter direkt zu tun hatten, sonder auch die Konkurrenz.

So habe die Zahl der Buchungen schon in den Monaten vor der Pleite zugenommen, weiß man bei Alltours zu berichten. Vor allem Pauschalreisen nach Ägypten, in die Türkei sowie nach Thailand, Indonesien und auf die Malediven sind bei den Reisenden beliebt. Um 50 Prozent oder mehr überträfen sie das Vorjahresniveau. Entsprechend sieht Alltours großartigen Zeiten entgegen und durfte sich zudem über einen Zuwachs beim Unterkunftsportfolio freuen. Viele Unterkünfte hätten dem Reiseveranstalter nach der Thomas Cook-Pleite die Tür geöffnet.

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