Schauinsland-Reisen über den Katastrophensommer 2018

Erstellt von Nicole Sälzle am 4. Januar 2019, 15:02 Uhr

Der Sommer 2018 wird vielen Flugreisenden noch lange in Erinnerung bleiben. Zahlreiche Verspätungen und Ausfälle machten ihnen zu schaffen. Aber auch die Reiseveranstalter hatten darunter zu leiden.

Im Sommer 2018 hatten Reisende nicht viel zu lachen, wenn sie auf den Flieger angewiesen waren. Egal, ob beruflich oder privat: Wer mit dem Flieger von A nach B musste oder wollte, stand häufig vor Problemen. Zahlreiche Verspätungen und Ausfälle standen regelmäßiger auf dem Programm als die Flüge selbst. Und damit begann der Ärger erst – nicht nur für die Kunden.

Auch die Reiseveranstalter hatten massiv unter den zahlreichen Ausfällen und Verspätungen zu leiden und mussten dafür unverschuldet tief in die Tasche greifen. Das weiß auch Andreas Rüttgers von Schauinsland-Reisen zu berichten. Den Wegfall der Air Berlin bedauert Rüttgers auch aufgrund der langjährigen Geschäftsbeziehung, denn viele Leute dort hätten Schauinsland-Reisen seit mehr als 20 Jahren gekannt. Aber der Wegfall der Air Berlin war auch unternehmerisch zu spüren. Zum Glück, so Rüttgers, im vergangenen Jahr nicht ganz so extrem (andere Reiseveranstalter hatte es da schwerer erwischt), denn die Schauinsland-Reisen hätten am Schluss nur noch rund 15 Prozent mit Air Berlin gebucht.

Massive Kosten durch Air Berlin-Pleite

Wenngleich Rüttgers sich im Interview mit Airliners verständnisvoll zeigt, zeigt er auch auf, dass Schauinsland-Reisen ebenfalls unter dem Katastrophensommer 2018 gelitten hat. Durch Ausfälle und Verspätungen mussten Änderungen an den Reiseabläufen vorgenommen werden, mit weiteren Verspätungen sei zu rechnen gewesen. Durch die daraus resultierenden Leistungen, etwa Umbuchungen oder die erneute Buchung von Transfers vom Flughafen zum Hotel aufgrund der Verspätungen, hätte der Sommer das Unternehmen „schon richtig viel Geld gekostet“.

Doch insgesamt sieht Rüttgers das Positive an der Situation: Man sei sich „sehr, sehr sicher“, dass 2019 ruhiger verlaufen werde. Schon zum Ende der Saison 2018 hätte sich die Lage beruhigt.

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