Reiseziel Las Vegas – worauf ist bei Amerika-Ferien zu achten?

Erstellt von Tobias Kurz am 11. November 2020, 14:22 Uhr

Die Vereinigten Staaten von Amerika werden oft als das Land der unbegrenzten Möglichkeiten bezeichnet. Obwohl bei Auslandsaufenthalten derzeit einige Regelungen beachtet werden müssen, sind Reisen in die USA nach wie vor beliebt. Zu den bekanntesten Reisezielen innerhalb der Staaten zählt die im US-Bundesstaat Nevada gelegene Metropole Las Vegas.

Aktuelle Hinweise und Informationen berücksichtigen

Las Vegas Strip
Las Vegas Strip.

Eine Reise in die USA erfordert eine gewisse Vorbereitung. So sollte beispielsweise für die Beantragung des ESTA-Visums ausreichend Zeit eingeplant werden. Obwohl die Großstadt Las Vegas in einer klimatisch begünstigten Zone liegt, muss damit gerechnet werden, dass einige Straßen in der Sierra Nevada aufgrund von Wetteränderungen plötzlich gesperrt werden können. Auch in Nationalparks wie dem Death Valley können so starke Unwetter auftreten, dass ganze Regionen für die Öffentlichkeit unzugänglich sind. Es empfiehlt sich deshalb, sich kurz vor Reiseantritt nochmals über die aktuellen Bedingungen vor Ort zu informieren.

Die Öffnungszeiten der wichtigsten Sehenswürdigkeiten findet man meist auf den Webseiten der Betreiber. Da es hin und wieder durch besondere Ereignisse oder Events zu kurzfristigen Änderungen oder Schließungen kommen kann, ist es sinnvoll, auch hier die aktuellen Informationen zu berücksichtigen. Die US-Metropole Las Vegas ist nicht nur die größte Stadt im US-Bundesstaat Nevada, sondern vor allem wegen ihrer zahlreichen Spielcasinos bekannt, die sich entlang des Las Vegas Strip, eines Abschnitts des Las Vegas Boulevards, angesiedelt haben.

Der 6,5 Kilometer lange Strip, an dem sich auch viele Luxushotels mit ausgefallenen Gestaltungselementen befinden, gilt als Hauptstraße und Lebensader von Las Vegas. Zu den Top 10 der Nachtklubs in Las Vegas gehören das Hakkasan im MGM Grandhotel, der Apex Social Club und das Juwel, das sich im Aria Resort und Casino befindet. Im Hakkasan treten häufig bekannte Weltklasse-DJs auf. Der Klub investierte in den vergangenen Jahren in die Akustik, sodass der Sound als hervorragend bezeichnet werden kann. Das Hakkasan besteht aus einem Hauptsaal, der sich über zwei Stockwerke erstreckt und einem separaten zweiten Raum, dem sogenannten Ling Ling Room. Das Musikprogramm im Ling Ling Room richtet sich an diejenigen, die Musik in einem offeneren Format bevorzugen. Ein Minuspunkt ist jedoch der fehlende Außenbereich, sodass für Besucher, die sich in einer ruhigen Atmosphäre unterhalten wollen, keine Alternative vorhanden ist.

Check: Welche Reiseversicherung braucht man für eine USA-Reise?

Das neueste Ziel des Nachtlebens in Las Vegas ist der Apex Social Club, der sich im Palms Hotel und Casino befindet. Als Top-Clubbingziel ersetzt der Apex Social Club jetzt die früher in diesen Räumlichkeiten befindliche GostBar. Erwähnenswert ist der Balkon in der 55. Etage, der eine großartige Aussicht auf den Las Vegas Strip ermöglicht. Im Apex Social Club werden regelmäßig Dachpartys veranstaltet. Das Musikprogramm ist ein eher offenes Format, bei dem entweder bekannte DJs auflegen oder Live-Künstler auftreten. Anstelle der üblichen Electronic Dance Music wird im Apex Social Club auch Musik gespiet, zu der man tanzen kann.

Das Jewel gilt derzeit als besonders „angesagter“ Nachtklub in Las Vegas. Der Klub, der sich im Aria Resort und Casino befindet, gehört ebenfalls zur Hakkasan-Gruppe, die auch den Hakkasan-Nachtklub managt. Zu den besonderen Merkmalen des Klubs zählt die von großen LED-Videowänden umgebene Tanzfläche. Da der Jewel-Klub auch von Prominenten besucht wird, bilden sich vor dem Einlass häufig längere Warteschlangen. Für Musikfans, die Musikrichtungen wie Elektro und Mainstream bevorzugen, lohnt sich die Wartezeit jedoch. Im Jewel-Nachtklub finden Veranstaltungen auf zwei Etagen statt. Auf beiden Ebenen befinden sich auch Bars.

Moderne Großstadt inmitten der Mojave-Wüste

Die US-Metropole Las Vegas ist eine moderne Großstadt, deren Sehenswürdigkeiten ausschließlich aus Hotels, Spielcasinos, Nachtklubs und Shopping-Malls bestehen. Die interessantesten Bauwerke der Stadt befinden sich fast ausnahmslos am kilometerlangen Las Vegas Strip. Von den meisten Hotels ist diese Prachtstraße vor allem am Nachmittag und Abend zu Fuß schneller zu erreichen als mit dem Auto oder Bus. Vom Las Vegas Strip in Richtung Innenstadt gibt es regelmäßige Busverbindungen. Abhängig vom gebuchten Hotel kann die Fahrt mit dem Zug (Monorail) eine praktische Alternative sein.

Die Wüstenmetropole Las Vegas ist auch für ihre vielseitige Gastronomieszene bekannt. In der Stadt sowie in den meisten Hotels findet sich ein umfangreiches gastronomisches Angebot, das vom Spezialitäten-Restaurant bis zum einfachen Imbiss reicht. Bei US-Amerikanern sind insbesondere die typischen Buffet- und Burger-Restaurants, die lokale Speisen und teilweise auch internationale Gerichte anbieten, beliebt.

Für Reisende, die Las Vegas abseits von Spielcasinos und Nachtclubs kennenlernen möchten, bieten sich verschiedene Ausflugsmöglichkeiten an. Die Großstadt in der Mojave-Wüste gilt als perfekter Ausgangspunkt für Ausflüge zum Hoover Dam. Die Talsperre, die sich circa 45 Kilometer ostsüdöstlich von Las Vegas im Black Canyon befindet, liegt an der Grenze zwischen den US-Bundesstaaten Nevada und Arizona. Der 220 Meter hohe, 379 Meter lange und bis zu 201 Meter breite Hoover Dam staut den Colorado River, der durch den Grand Canyon fließt.

Tipp: So gibt es bei ausgefallenen oder verspäteten Flügen Geld zurück.

Welche Ausflugsmöglichkeiten gibt es vor Ort?

Red Rock Canyon
Red Rock Canyon.

In der näheren Umgebung von Las Vegas befinden sich weitere beliebte Ausflugsziele wie der nur wenige Kilometer westlich der Stadtgrenze liegende Red Rock Canyon oder das 80 Kilometer von Las Vegas entfernte Valley of Fire. Nordwestlich von Las Vegas finden sich in den Spring Mountains bekannte Wander- und Winterskigebiete. Die Region der Spring Mountains im Norden der Mojave-Wüste ist bekannt für ausgezeichnete Wander- und Wintersportmöglichkeiten. Im südlichen Nevada gibt es insgesamt 10 Gipfel in Höhenlagen über 3.300 Meter. Der höchste Berg ist der 3.632 Meter hohe Mount Charleston.

Von Las Vegas bestehen auch Möglichkeiten, in das circa 200 Kilometer entfernte Death Valley sowie in den Grand Canyon im Bundesstaat Arizona zu gelangen. Unterwegs zum Death Valley lohnt sich ein Zwischenaufenthalt in der Geisterstadt Rhyolite. Die ehemalige Goldgräberstadt, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch rund 10.000 Einwohner zählte, ist heute ein Freilichtmuseum.

Durch die Lage inmitten der Mojave-Wüste zählt Las Vegas zu den klimatisch begünstigten Orten. Im Hochsommer können die Temperaturen allerdings auf Werte über 40 Grad Celsius steigen. Auch in den Nächten werden noch Temperaturen bis zu 25 Grad erreicht. Während der Herbst- und Wintermonate ist das Klima deutlich angenehmer, sodass die beste Reisezeit für Las Vegas von November bis März ist. Aufgrund der langen Flugstrecke ist es sinnvoll, einen Direktflug zu suchen. Dadurch können unnötiges Umsteigen und die damit verbundenen Wartezeiten vermieden werden.

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