Panne bei der AIDAmira: Erst getauft, dann Kreuzfahrt abgesagt

Erstellt von Nicole Sälzle am 4. Dezember 2019, 12:28 Uhr

Die AIDAmira musste zunächst im Hafen bleiben. Die erste Fahrt nach der Taufe wurde somit aufgeschoben – denn das Schiff war noch gar nicht ganz umgebaut.

Aida Kreuzfahrtschiff
Zahlreiche Pannen an Bord verhindern das Auslaufen der AIDAmira.

Lange Umbaumaßnahmen verwandelten das Schiff von der Costa neoRiviera in die AIDAmira. Doch die Taufe brachte dem 14. Schiff von AIDA Cruises nur wenig Glück. Eigentlich hätte die AIDAmira am Tag nach der Taufe zu einer ersten Kreuzfahrt im Mittelmeer aufbrechen sollen. Diese erste Mittelmeerkreuzfahrt wurde aber abgesagt. Dabei befanden sich die Passagiere schon an Bord.

Diese hatten sich für das Auslaufen des Schiffes auf dem Deck versammelt und warteten darauf, in See zu stechen. Die Enttäuschung ließ aber nicht lange auf sich warten. Kapitän Manuel Pannzek teilte über die Bordlautsprecher mit, dass das Schiff noch bis Mittwoch im Hafen von Mallorca liegen bleiben würde.

Der Grund für die abgesagte Reise der AIDAmira

Die Auskunft zur Absage beziehungsweise Verzögerung der Reise bleib vorerst vage. Mitgeteilt wurde den Passagieren, dass es nicht gelungen sei, alle Bereiche dem AIDA-Standard anzupassen. Diese vage Beschreibung bringt auf den Punkt, was eigentlich geschehen war: Das Schiff war noch gar nicht vollends fertig umgebaut.

Getauft und geboardet wurde trotzdem. Dabei hatte sich schon bei der Taufe abgezeichnet, dass die Arbeiten gar nicht abgeschlossen waren. Schlechtes Wetter hätte bei den Umbauarbeiten verhindert, dass im geplanten Umfang an den Außenanlagen gearbeitet wurde. Doch auch in den Kabinen haperte es. Mehrere Medien berichten von dreckigen Minibars, fehlenden Balkonmöbeln und zu heißem oder eiskaltem Wasser aus den Duschen.

Die Reaktionen in den sozialen Netzwerken ließ nicht lange warten. Viele zeigten sich enttäuscht oder wütend darüber, dass das Schiff in einem solchen Zustand der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Die betroffenen Passagiere erhalten aber in jedem Fall ihr Geld zurück, sicherte AIDA Cruises zu. Sie konnten sich entscheiden, ob sie abreisen oder eben erst am Mittwoch mit der AIDAmira aufbrechen wollen.

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