Nach Thomas Cook-Pleite: TUI-Aktie hebt ab

Erstellt von Nicole Sälzle am 26. September 2019, 14:17 Uhr

Wenn die Thomas Cook-Pleite überhaupt jemanden erfreut, dann die Aktionäre von TUI. Denn deren Papiere werden aktuell wertvoller.

Die Insolvenz des traditionsreichen Reiseveranstalters Thomas Cook hat weitreichende Folgen für die gesamte Branche und die Wirtschaft in Europa. Doch der Markt entwickelt sich unablässig weiter und das zeigt auf besonders drastische Weise auch an der Börse.

Während man bei Thomas Cook lernen muss, mit der Insolvenz umzugehen, dürfen sich die Aktionäre beim Reiseveranstalter TUI freuen. Schon am Dienstag legten die Aktien des Reiseveranstalters um über acht Prozent zu, nachdem der Kurs auch schon am Vortag mächtig geklettert war. In luftige Höhen schwingt sich die TUI-Aktie nach dem Thomas Cook-Aus dadurch noch nicht auf, aber ein Trend ist erkennbar.

Untermauert wird der durch die Schweizer Großbank UBS, die TUI beinahe umgehend nach der Insolvenz von Thomas Cook von „Sell“ auf „Neutral“ hochstufte und dabei das Kursziel von 740 auf 900 Pence anhob.

Aber ob dieser Aufschwung anhält? Das ist, wie an der Börse üblich, selten gewiss. Analyst Cristian Nedelcu spricht in einer Studie von einem „kurzfristigen Rückenwind“. Seine Gewinnprognose für die Jahre 2019 und 2021 setzte er dabei hoch.

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