Keine Orca-Shows mehr im Programm von Thomas Cook

Erstellt von Ilka Rosemeier am 1. August 2018, 23:20 Uhr

Sind die Orca-Shows tierschutzrechtlich vertretbar oder nicht? Der Reisekonzern Thomas Cook nimmt die Orca-Shows in Sea World in Orlando und im Loro Parque auf Teneriffa jedenfalls aus dem Programm. Schon vor 18 Monaten hatte Thomas Cook neue Tierschutzrichtlinien eingeführt, woraufhin 49 Attraktionen überprüft und dabei 29 aus dem Programm gestrichen wurden.

Orca Show
Spannende Einblicke in die beliebte Orca-Show in Sea World und im Loro Parque.

Nun sind diese Richtlinien um einen weiteren Aspekt der Orcahaltung in Gefangenschaft erweitert worden. Laut Konzernchef Peter Fankhauser habe man dabei mit Tierschutzexperten zusammengearbeitet und daraus neue Erkenntnisse gewonnen. So legen die bis zu einer Länge von 9,5 Meter großen Orcas in freier Wildbahn täglich bis zu 60 Kilometer zurück und tauchen bis zu 100 Meter tief, was in Gefangenschaft natürlich unmöglich ist.

Die Entscheidung, die Orcas aus dem Programm zu nehmen, ist dem Unternehmen nicht leicht gefallen, doch die Tierschutzpolitik des Konzerns stand hierbei im Vordergrund. Als Grundlage der Tierschutzrichtlinien von Thomas Cook dienen die international anerkannten Global-Welfare-Richtlinien des britischen Reiseverbandes Association of Britisch Travel Agents.

Der Reiseveranstalter Thomas Cook hatte sich vor der Entscheidung auch das Feedback seiner Kunden eingeholt, von denen mehr als 90 % der Meinung waren, dass ihnen die Einhaltung des Tierschutzes bei ihrem Reiseveranstalter wichtiger ist und sie zum Wohle der Orcas auf die Shows verzichten würden. Sowohl mit Sea World als auch mit dem Loro Parque wird man in den nächsten Monaten eng zusammenarbeiten, um den Ausstieg vorzubereiten. Ab dem Sommer 2019 werde es dann keine Tickets mehr für die Oraca-Shows über Thomas Cook geben.

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