Geht Thomas Cook an einen chinesischen Megakonzern?

Erstellt von Nicole Sälzle am 24. Juni 2019, 16:29 Uhr

Zuletzt standen vor allem die Airlines von Thomas Cook im Zentrum der Aufmerksamkeit. Nun rückt aber auch das Reiseveranstaltungsgeschäft immer mehr in den Fokus.

Wie mehrere Medien berichten, könnten nicht nur die Thomas Cook-Airlines verkauft werden. Der chinesische Konzern Fosun International hat Interesse an dem gesamten Reiseveranstaltungsgeschäft von Thomas Cook angemeldet. Offenbar sollen Thomas Cook und Fosun International – der Konzern ist derzeit der größte Einzelaktionär – bereits verhandeln.

Zum Reiseveranstaltungsgeschäft gehören die Hotelimmobilien, die Tour-Operations sowie auch alle anderen Konzernaktivitäten. Nur die Fluggesellschaften wären ausgenommen.

Vorschnelle Schlüsse sollte man jedoch nicht ziehen. Zwar zeige Fosun International Interesse, das man auch eingehend prüfen werde, jedoch liege noch kein offizielles Kaufangebot vor. Da die Airlines ohnehin vielleicht bald den Besitzer wechseln, würden sich die finanziellen Probleme von Thomas Cook somit vielleicht bald vollständig in Wohlgefallen auflösen.

Thomas Cook soll erhalten bleiben

Wer befürchtet, die Marke gehe verloren, kann aufatmen. Die Financial Times berichtet, dass eine Quelle, die von den Verhandlungen wisse, bestätigt habe, dass Fosun an der gesamten Marke Thomas Cook Interesse habe und diese aufgrund ihres Bekanntheitsgrades auch erhalten wolle.

Die Spekulationen um eine mögliche Übernahme von Thomas Cook durch die Chinesen tut jedenfalls der Unternehmensaktie schon mal gut. Die hat, seit das Interesse Fosun Internationals an Thomas Cook bekannt wurde, immerhin um mehr als 20 Prozent zugelegt. Derzeit hält der Konzern aus Fernost ca. 18 Prozent an Thomas Cook.

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