Führt Corona zum großen Reisebüro-Sterben?

Erstellt von Nicole Sälzle am 24. Mai 2021, 11:41 Uhr

Die Situation der Reisebüros war schon vor der Corona-Pandemie angespannt. Aufgrund der Krise könnten sich viele dazu gezwungen sehen, dauerhaft zu schließen.

Blick aus dem Flugzeugfenster
Die Reisebranche verändert sich aktuell sehr stark – nicht nur wegen Corona. (Symbolbild)

Der Reisemarkt sah sich in den vergangenen Jahren einem großen Wandel gegenüber. Viele Urlauber verlagerten ihre Reisebuchung ins Internet und suchten nicht länger das traditionelle Reisebüro auf. Mit Beginn der Corona-Pandemie wurde die Reisebranche ohnehin schwer getroffen. Im Interview mit touristik-aktuell offenbarte Frank Aepfelbach, Geschäftsführer von Selective Partners, dass er davon ausgehe, dass rund 25 Prozent der Reisebüros aktuell nur aufgrund der Überbrückungshilfen überdauern.

Dass viele Reisebüros schließen, hat aber auch einen anderen Grund. Vor allem der Generationenwechsel trägt zur aktuell zu beobachtenden Veränderung in der Reisebranche bei. Aepfelbach bezieht sich bei seiner Aussage auf Statistiken und Erhebungen, die sein Unternehmen mit einem der größten Reisebüro-Franchise-Systeme durchgeführt habe.

„Laut Statistiken und Erhebungen, die wir mit einem der größten Reisebüro-Franchise-Systeme durchgeführt haben, wird wohl die Spitze des Generationswechsels in den Reisebüros zwischen 2023 und 2027 erreicht werden.“

Tipp: Das passiert bei Insolvenz des Reiseveranstalters.

Neue Reisebüros öffnen

Wenngleich viele Reisebüros schließen, so kommen doch auch neue Reisebüros nach. Aepfelbach führt das auf die attraktiven Standorte zurück, an denen Reisebüros schließen müssten. Dort würden attraktive Lücken entstehen, die sich andere natürlich aneignen. An einer Konsolidierung führe zwar in vielen Fällen kein Weg vorbei. Ab 2023 oder 2024 würden Expansion und Neueröffnungen viele entstandene Lücken aber wieder schließen.

Fest steht allerdings, dass sich der Markt verändern wird. Durch die Corona-Pandemie scheint dies noch beschleunigt worden zu sein.

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