Fosun will Thomas Cook wiederbeleben

Erstellt von Tobias Kurz am 17. Dezember 2019, 12:02 Uhr

Nachdem der britische Reisekonzern Ende September Insolvenz anmeldete und damit auch das Ende der deutschen Thomas Cook GmbH einleitete, übernahm der chinesische Investor Fosun die Markenrechte an Thomas Cook und plant bereits 2020 ein Comeback.

Rückkehr als Online-Reiseportal

Hurghada Pool
Können über Thomas Cook bald wieder Reisen gebucht werden? (Symbolbild)

Ende November hat Thomas Cook offiziell seinen Betrieb in Deutschland eingestellt. Was veräußert werden kann, wurde veräußert und geht künftig in andere Unternehmen über. Doch bereits im ersten Halbjahr 2020 soll Thomas Cook zurück sein. Zwar nur der Markenauftritt und nur im Internet, aber der Markeninhaber Fosun plant ein Comeback, um europäische Urlauber mit dem bekannten Branding anzusprechen.

Für insgesamt 12,5 Millionen Euro erwarb der chinesische Investor die Markenrechte an Thomas Cook sowie Cook’s Club und Casa Cook. Dabei handelt es sich um starke Marken, die sich über Jahrzehnte am Markt durchsetzen konnten und so soll es auch in Zukunft gehalten werden.

Thomas Cook-Urlauber erhalten weniger als ein Fünftel ihres Geldes

In der vergangenen Woche gab die Zurich Versicherung den Gesamtschaden, der durch die Insolvenz von Thomas Cook entstanden ist, bekannt. Dieser beläuft sich demnach auf 287,4 Millionen Euro. Von der versicherten Haftungssumme von 110 Millionen Euro können allerdings nur 50,4 Millionen Euro erstattet werden, da die restlichen rund 60 Millionen Euro für den Rücktransport gestrandeter Urlauber aufgewendet wurden. Reisende erhalten demnach nur 17,5 Prozent ihrer Ansprüche erstattet. Allerdings sagte die Bundesregierung die Übernahme der restlichen Kosten zu.

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