Angeblich kranker Tourist verklagt TUI und wird verurteilt

Erstellt von Lukas Krönert am 8. Januar 2019, 16:53 Uhr

Ein walisischer Tourist reiste mit dem Reiseveranstalter TUI auf die Kapverdischen Insel. Anschließend forderte er Schadensersatz, da ihn die Verhältnisse im Hotel krank gemacht hätten. Facebookfotos entlarvten ihn jedoch als Betrüger, was letztendlich zu seiner Verurteilung führte.

JustitiaNach seinem Aufenthalt im Fünf-Sterne-Hotel „Riu Touareg“ verklagte der aus der walisischen Stadt Penarth stammende Mann seinen Reiseveranstalter TUI und forderte eine Entschädigung. Aufgrund des schlechten Essens und mangelnder Hygiene im Hotel sei er krank geworden. Er gab an, unter Magen-Darm-Beschwerden gelitten zu haben.

Der beklagte Reiseveranstalter konnte jedoch mehrere Facebookfotos, die während des Urlaubs entstanden und gepostet wurden, finden. Diese zeigten den Mann kerngesund – darüber hinaus lobte er in einem Eintrag sogar das chinesische Essen, das er im Urlaub genoss. Letztendlich wurde ihm also seine Offenheit in den sozialen Medien zum Verhängnis. Die Fotos mitsamt Beschriftung waren für jedermann sichtbar.

Das zuständige Gericht in Cardiff handelte entsprechend und verurteilte den walisischen Touristen aufgrund des Betrugsversuchs zu einer Geldstrafe von umgerechnet etwa 21.000 Euro.

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