Informationen zur Insolvenz von Thomas Cook

Sollte Ihre Reise aufgrund der Insolvenz nicht durchgeführt werden, sind Ihre geleisteten Zahlungen auf den Reisepreis durch den bestehenden Versicherungsschutz zur Kundengeldversicherung bis zu einer Gesamtsumme von 110.000.000 € versichert.

Alle Betroffenen müssen sich selbst aktiv an den vom Insolvenzversicherer Zurich Insurance plc beauftragten Dienstleister wenden.
Als Regulierungsstelle für die Zurich Insurance plc Niederlassung Deutschland agiert die KAERA Aktiengesellschaft, Industriestraße 4-6, 61440 Oberursel, Telefon: +49 6172- 99 76 11 23. Informationen zur Schadensabwicklung finden Sie hier.

 

Alle wichtigen Informationen zur Insolvenz des Reiseveranstalters Thomas Cook:

 

Stand 12.11.2019: Thomas Cook storniert alle Reisen für 2020. Teilweise oder ganz bezahlte Reisen können aufgrund der Insolvenz des Reiseveranstalters nicht durchgeführt werden. Neben Buchungen, die direkt über Thomas Cook erfolgten, sind auch Buchungen über Neckermann Reisen, Bucher, Air Marin und Öger Tours betroffen. Betroffene Kunden müssen sich nun an die Insolvenzversicherung zur Klärung ihres Ersatzanspruches wenden.


Stand 11.11.2019: Der Verband unabhängiger selbstständiger Reisebüros (VUSR) geht davon aus, dass Betroffene der Cook-Insolvenz auf staatliche Kosten entschädigt werden müssen. In der Vergangenheit wurde mehrfach verpasst, die Haftungssumme von 110 Mio. Euro nach oben anzupassen. Selbst am 25. September (dem Tag der Cook-Pleite) wurde ein entsprechender Antrag zurückgewiesen.


Stand 09.11.2019: DER Touristik will die Hotelmarken Holiday Land und Sentido von Thomas Cook übernehmen.


Stand 08.11.2019: Das Portal MyRight will erreichen, dass alle Kunden von Thomas Cook voll entschädigt werden. Hierfür verlange man von der Bundesregierung die Zusage, dass alle Kosten, die die Haftungssumme von 110 Millionen Euro übersteigen, aus der Staatskasse bezahlt werden, andernfalls solle die Angelegenheit auf gerichtlichem Wege geklärt werden. Die gesamte Entschädigungssumme aller Betroffenen wird auf 500 Millionen Euro geschätzt.


Stand 07.11.2019: Um Pauschalreisende künftig besser vor Insolvenz des Reiseveranstalters zu schützen, könnte künftig eine Kombination aus Versicherung und Fonds inkrafttreten, die bei Zahlungsunfähigkeit des Veranstalters greift.


Stand 05.11.2019: Die Thomas Cook Gruppe wird zerschlagen. Investoren zeigen Interesse an Geschäftsteilen. Ab Dezember sollen betroffene Reisende entschädigt werden. Die Höhe der Entschädigung dürfte jedoch weniger als 50 Prozent betragen.


Stand 30.10.2019: Die skandinavischen Tochtergesellschaften von Thomas Cook haben einen Investor gefunden. Der norwegische Milliardär Petter Stordalen sowie die Unternehmen Altor und TDR Capital übernehmen die Ving-Gruppe, deren 2.300 Arbeitsplätze dadurch erhalten bleiben. Zur Ving-Gruppe gehören Thomas Cook Airlines Scandinavia, Ving Schweden, Ving Norwegen sowie Globetrotter, Tjäreborg und Spies.


Stand 29.10.2019: Bis Ende September verzeichnete Thomas Cook rund 660.000 Buchungen im Wert von 500 Millionen Euro. Laut Gesetz liegt die Entschädigungssumme hierfür jedoch nur bei 110 Millionen Euro. Demnach fehlen 400 Millionen Euro, um alle Cook-Urlauber voll zu entschädigen.

Möglicherweise können Betroffene gegenüber dem Staat Entschädigungsansprüche geltend machen. Die Verbraucherzentrale Bundesverband hat sich diesbezüglich bereits an Finanzminister Scholz gewandt.


Stand 24.10.2019: Im Falle einer Insolvenz muss der Reiseveranstalter mit einer Summe von maximal 110 Millionen Euro für etwaige Erstattungen aufkommen. Gutachter des Bundestages sehen diese Summe kritisch, da sie trotz Inflation und zunehmender Bedeutung der Tourismusbranche seit 1993 nicht mehr revidiert wurde. Aufgrund der Größe von Thomas Cook und der Vielzahl an betroffenen Kunden sind nur teilweise Erstattungen möglich.


Stand 23.10.2019: Neckermann Reisen ist zurück – zumindest die Webseite. Auf Provisionsbasis werden Reisen von Drittanbietern wie TUI, FTI, DER Touristik, Alltours, Schauinsland und Aldiana angeboten. Die Reisen sind durch die Insolvenz von Thomas Cook jedoch nicht gefährdet und sollen regulär durchgeführt werden können.

Mit dem Song #StayStrong soll Mitarbeitern, Partnern sowie Franchisenehmern im Zuge der Strapazen der Insolvenz Mut gemacht und Hoffnung gegeben werden.


Stand 21.10.2019: Aktuell ist davon auszugehen, dass Betroffene der Thomas Cook Insolvenz nur zu etwa einem Viertel entschädigt werden können, da die Schadenssumme die Versicherungssumme von 110 Millionen Euro bei weitem übersteigt. Unklar ist zudem weiterhin, was mit Reisen ab Januar 2020 passiert, da diese bislang nicht abgesagt wurden.


Stand 17.10.2019: Die Thomas Cook GmbH hat ihren Antrag auf einen staatlichen Kredit aus „insolvenzrechtlichen Schwierigeiten“ zurückgezogen. Ob ein neuer Antrag gestellt wird, ist unklar. Der 380 Millionen Euro schwere Kredit für Condor wurde hingegen von der EU-Kommission am Montag genehmigt.


Stand 16.10.2019: Die zu Thomas Cook gehörende Alpha Reisebüropartner GmbH wird komplett von Raiffeisen-Tours übernommen. Damit ist die Zukunft von rund 700 Reisebüros von Neckermann Reisen vorerst gesichert.


Stand 14.10.2019: #EinHerzfürThomasCook – vor rund zwei Wochen wurde auf change.org eine Petition für Thomas Cook ins Leben gerufen. Das Ziel sind 10.000 Unterschriften, zum aktuellen Stand (14.10. 11:30 Uhr) haben sich bereits mehr als 8.700 Unterzeichner gefunden.


Stand 12.10.2019: Thomas Cook hofft ab Dezember wieder operativ tätig zu sein, um ab Januar 2020 wieder aktiv Reisen verkaufen zu können. Erschwerend ist dabei jedoch nicht nur die Suche nach einem Investor, sondern auch die Konkurrenz, die ihre Kapazitäten bereits ausbaut und um die Kunden sowie Partner von Thomas Cook buhlt.


Stand 10.10.2019: TUI bietet Cook-Urlaubern, deren Reise bis Ende des Jahres abgesagt wurde, bis 20. Oktober 2019 Reisen ohne Anzahlung an. Zudem verhandle man mit Thomas-Cook-Reisebüros über mögliche Partnerschaften, gleichzeitig soll das TUI-Angebot in der Türkei, Griechenland sowie den spanischen Inseln deutlich ausgebaut werden.


Stand 09.10.2019: Thomas Cook sagt alle Reisen bis Jahresende ab. Betroffene können Ihre Ansprüche beim Versicherungsdienstleister KAERA, der im Namen der Zurich Versicherung für die betroffene Cook-Urlauber zuständig ist, anmelden. Wie es mit Abreisen ab dem 1. Januar 2020 aussieht, soll in Absprache mit der Insolvenzverwaltung entschieden werden.


Stand 04.10.2019: Der Reiseveranstalter Anex Tour bietet Urlaubern, die bei Thomas Cook gebucht hatten und deren Abreisedatum zwischen 1. November 2019 und 31. Oktober 2020 liegt, eine alternative Buchung ihres Pauschalurlaubs mit kostenlosem Hotelaufenthalt und drei Freireisen für Familien an.


Stand 01.10.2019: Die Summe von 110 Millionen Euro wird laut Zurich Versicherung nicht für die Erstattung sämtlicher Ansprüche genügen. Zahlreiche Urlauber müssen sich auf anteilige Erstattungen einstellen. DER Touristik bekundet Interesse an Condor-Beteiligung.


Stand 30.09.19: Nachdem vereinzelt Urlauber an der Abreise gehindert und zu Extra-Zahlungen gedrängt wurden, überwies die Zurich Versicherungen erste Rechnungen von Thomas-Cook-Urlaubern. Die Kostenübernahme von 50 Prozent ist jedoch für die Hotels an die Bedingung geknüpft, dass den Gästen keine weiteren Zahlungen aufs Auge gedrückt werden. Gleichzeitig warnte Thomas am Samstag via Twitter von Phishing-Mails, bei denen persönliche Daten abgefangen werden sollen.


Stand 27.09.19: Alle Reisen mit Abreisedatum bis einschließlich 31. Oktober wurden ersatzlos gestrichen. Darüber hinaus scheint ein staatlicher Kredit für den insolventen Thomas-Cook-Konzern fraglich, was dazu führen könnte, dass alle bis September 2020 gebuchten Reisen abgesagt werden. Zudem sind die Arbeitsplätze der rund 2.000 Beschäftigten in Deutschland gefährdet.


Stand 26.09.19: Abreisen bis einschließlich 13. Oktober werden ebenfalls nicht mehr stattfinden. Für Erstattungsansprüche ist die KAERA AG, im Auftrag der Zurich Versicherung, zuständig.


Stand 25.09.19: Das deutsche Tochterunternehmen, die Thomas Cook GmbH in Oberursel, hat nun ebenfalls Insolvenz beantragt. Davon sind auch die Veranstaltermarken Neckermann Reisen, Öger Tours, Bucher Reisen und Air Marin betroffen. Pauschalreisende, die über einen dieser Veranstalter ihren Urlaub gebucht haben, sollten sich zwecks Rückerstattung oder Umbuchung an den Insolvenzversicherer wenden. Dieser ist auf dem Sicherungsschein angegeben.


Stand 24.09.19: Die Thomas Cook Group plc hat in der Nacht auf Montag (23. September 2019) Insolvenz angemeldet. Der Geschäftsbetrieb wurde umgehend eingestellt. Im Zuge dessen wurde der Verkauf von Reisen auch bei den deutschen Tochterunternehmen Neckermann Reisen, Öger Tours, Bucher Reisen und Air Marin eingestellt. Kunden mit dem Abreisetermin 24., 25. oder 26. September können ihre Reise nicht antreten.