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Aktuelles
1. Oktober 2026 09:32
Der Deutsche Reiseverband (DRV) hat seine Zwischenbilanz zur Sommersaison 2026 vorgelegt – und die Zahlen erzählen eine doppelte Geschichte: Während die Umsatzprognose für das Gesamtjahr deutlich nach unten korrigiert wurde, erlebt das Last-Minute-Geschäft einen historischen Aufschwung. Fast 30 Prozent der Deutschen buchten ihren Sommerurlaub kurzfristig. Wer jetzt noch in den Herbstferien verreisen möchte, trifft auf einen Markt, der genau auf dieses Buchungsverhalten eingestellt ist – und auf attraktive Preise, die sich aus dem Nachfragerückgang im Frühjahr ergeben.

Am 8. Juli 2026 veröffentlichte der Deutsche Reiseverband seine erste offizielle Sommerbilanz – und revidierte dabei die optimistischen Jahresprognosen deutlich. Für die Sommersaison 2026, die von Anfang Mai bis Ende Oktober reicht, erwartet der DRV ein kleines Umsatzplus von einem Prozent auf fast 57 Milliarden Euro. Das klingt nach solidem Wachstum, ist aber ein erheblicher Rückschlag: Noch vor sechs Monaten war von drei Prozent Umsatzwachstum sowohl für den Sommer als auch das gesamte Touristikjahr ausgegangen worden.
Auch für das Gesamtjahr zeigt sich das gleiche Bild der Anpassung nach unten: Für das gesamte Touristikjahr 2025/2026, das von Anfang November 2025 bis Ende Oktober 2026 reicht, rechnet der Branchenverband mit einem einprozentigen Umsatzwachstum auf fast 85 Milliarden Euro. Das ist weit von der Ursprungsprognose von 86 Milliarden Euro entfernt, die DRV-Präsident Albin Loidl zu Jahresbeginn noch selbstbewusst verkündet hatte. Die Gründe liegen laut Verband auf der Hand: Geopolitische und allgemein wirtschaftliche Unsicherheiten sowie steigende Preise hinterlassen Spuren.
Das Buchungsverhalten der Deutschen hat sich im Sommer 2026 grundlegend verändert – und genau das ist die eigentlich spannende Nachricht für alle, die ihren Herbsturlaub noch nicht gebucht haben. Denn was im Frühjahr wie eine Krise aussah, hat sich in eine echte Last-Minute-Chance verwandelt.
Das DERTOUR Reisebarometer Sommer 2026, das am 16. September 2026 veröffentlicht wurde, liefert dazu präzise Daten aus dem eigenen Buchungsgeschäft der größten deutschen Reiseveranstaltergruppe. Das Muster war eindeutig: erst ein starker Frühbucher-Boom, dann monatelange Zurückhaltung. Geopolitische Entwicklungen und wirtschaftliche Unsicherheiten schufen ein anspruchsvolles Umfeld für den Reisesommer 2026. Viele Reisende verschoben ihre Urlaubsplanung zunächst und buchten später als im Vorjahr. Dadurch gewann Last Minute im Sommer spürbar an Bedeutung.
Mit der Öffnung der Flugdrehkreuze im Nahen Osten zog die Nachfrage Anfang Mai deutlich an. Ab Anfang Juni mündete diese Entwicklung in eine starke Last-Minute-Nachfrage, die deutlich über dem Vorjahresniveau lag. Auch der DRV bestätigt diesen Trend in seiner Zwischenbilanz: Seit Ende Mai stiegen die Buchungen wieder spürbar an und liegen kontinuierlich über den entsprechenden Vorjahreswochen. Aktuell werden Reisen laut der Analyse sehr kurzfristig gebucht, das Last-Minute-Geschäft hat an Fahrt aufgenommen.
Die Zahlen des DERTOUR Reisebarometers sprechen eine deutliche Sprache: Last Minute gewann im Sommer deutlich an Bedeutung – der Anteil der Reisen mit einem Buchungsvorlauf von höchstens 50 Tagen vor Abreise stieg um 2,5 Prozentpunkte auf 28,5 Prozent. Das bedeutet: Fast jede dritte Reise wurde spontan und kurzfristig gebucht. Frühbuchungen blieben zwar mit 39 Prozent die stärkste Buchungskategorie, aber der Abstand zur Last-Minute-Kategorie ist so klein geworden wie selten zuvor.
Besonders auffällig: Auch bei Familien gewann Last Minute an Bedeutung. Der Anteil kurzfristig gebuchter Sommerreisen stieg um 3 Prozentpunkte auf 28,5 Prozent. Damit buchten Familien sogar häufiger Last Minute als andere Reisekonstellationen wie Paare (23,5 Prozent). Noch bemerkenswerter ist die Fristenverteilung: Rund 61 Prozent der Last-Minute-Buchungen von Familien erfolgten sogar erst innerhalb der letzten 28 Tage vor Reisebeginn.
Wer am spontansten bucht, lässt sich geografisch klar zuordnen: In Hamburg wurden 35,3 Prozent der Reisen höchstens 50 Tage vor Abreise gebucht. Bremen folgt mit einem Anteil von 32,0 Prozent, Berlin mit 31,6 Prozent. Auch Hessen erreichte mit 30,2 Prozent eine hohe Last-Minute-Quote. Besonders spontan entschieden sich Reisende aus den Stadtstaaten, während die fünf ostdeutschen Flächenländer am seltensten Last Minute buchten.
Nicht alle Reiseziele entwickeln sich 2026 gleich stark. Der DRV zeichnet ein klares Bild davon, welche Destinationen von der kurzfristigen Nachfrage besonders profitieren – und welche enttäuschen. Wer auf Last-Minute-Reisen setzt, findet die besten Angebote derzeit vor allem im Mittelmeerraum.
Türkei, Spanien und Griechenland sind die meistgebuchten Flugpauschalreiseziele. Buchungen für Ägypten und die Türkei stabilisierten sich laut DRV wieder, bei TUI gewinnt vor allem die Türkei an Dynamik. Wer eine Pauschalreise ans Mittelmeer sucht, trifft auf ein breites Angebot, das durch die zwischenzeitliche Buchungsschwäche im Frühjahr noch immer Kapazitäten bietet.
Kreuzfahrten bleiben ein stabiler Wachstumstreiber: Positiv entwickeln sich nach der aktuellen Prognose in diesem Sommer Reisen in die westliche und östliche Mittelstrecke sowie Kreuzfahrten. Wer eine Kreuzfahrt plant, kann aktuell noch von attraktiven Restplatzkontingenten profitieren.
Anders sieht es in Richtung Westen aus: In westlicher Richtung zeigen die TDA-Auswertungen Umsatz- und Besucherrückgänge – unter anderem für die Karibik sowie für Ziele in Mittel- und Südamerika. Für Fernreisen in diese Regionen ist der Markt schwieriger geworden, was aber auch bedeutet: günstigere Preise für Spontanentschlossene.
Um die aktuellen Zahlen richtig einzuordnen, lohnt ein Blick auf das Vorjahr. 2025 war ein außergewöhnliches Reisejahr: Auf das Reisen wollten die meisten Deutschen auch 2025 nicht verzichten, der Reisemarkt ist auf sehr hohem Niveau stabil. Für den vorab vor Reiseantritt gebuchten mehrtägigen Urlaub haben die Bundesbürger die neue Rekordsumme von 87,9 Milliarden Euro ausgegeben. Das sind über fünf Prozent mehr als im Vorjahr.
Dieser Rekordwert setzt die aktuelle Prognose für 2026 in ein anderes Licht: Ein Plus von einem Prozent auf fast 85 Milliarden Euro klingt weniger beeindruckend, wenn man weiß, dass der Ausgangswert bereits ein historischer Höchststand war. Das ist kein Einbruch, sondern eine Konsolidierung auf Rekordbasis. Gleichzeitig zeigt die Destatis-Statistik: Im Vergleich zum Vorjahresmonat Juli 2025 sank der Gastgewerbeumsatz real um 4,0 Prozent, während er nominal um 3,0 Prozent stieg. Die Inflation frisst also Teile des Nominalwachstums auf – ein Faktor, den Reisende bei der Preisbeurteilung im Hinterkopf behalten sollten.
Die DRV-Bilanz und das DERTOUR Reisebarometer liefern gemeinsam eine klare Botschaft: Der Herbst 2026 ist ein ausgezeichneter Zeitpunkt für Last-Minute-Buchungen. Die Nachfrage ist zwar hoch, aber durch die zwischenzeitliche Buchungsschwäche im Frühjahr haben viele Veranstalter noch Kontingente, die sie abverkaufen wollen. Das schafft Druck auf die Preise – zugunsten der Reisenden.
Zum Glück für die Reisebranche sind die meisten Buchungen für den Sommer bereits Ende des vergangenen Jahres getätigt worden – teils sogar stärker als im Vorjahr. Nach dem Ausbruch der Nahost-Krise zeigte sich bei den Neubuchungen kurzzeitig eine gewisse Buchungszurückhaltung. Diese Lücke schließt sich jetzt im Herbst – und bietet Last-Minute-Reisenden eine seltene Gelegenheit, von günstigen Restplatzkontingenten zu profitieren.
Wer flexibel ist und noch keine konkreten Pläne hat, sollte jetzt aktiv werden: Herbstferienziele wie die türkische Riviera, die griechischen Inseln und die Kanarischen Inseln sind zu dieser Jahreszeit besonders attraktiv. Die Temperaturen sind angenehm, die Strände weniger überfüllt, und die Preise spiegeln die gedämpfte Nachfrage wider. Stöbere am besten direkt auf der Startseite von reiseveranstalter.com oder in den aktuellen Reise-News, um die neuesten Angebote im Blick zu behalten.
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Laut DRV und DERTOUR Reisebarometer sorgten geopolitische Unsicherheiten – vor allem die Lage im Nahen Osten – und allgemeine Kaufzurückhaltung dafür, dass viele Reisende ihre Urlaubsentscheidung hinausgezögert haben. Ab Ende Mai erholte sich die Buchungslage rapide, was zu einer ungewöhnlich starken Last-Minute-Welle führte, die deutlich über dem Niveau des Vorjahres lag.
Laut DERTOUR Reisebarometer (Stand 16. September 2026) wurden 28,5 Prozent aller Reisen kurzfristig mit einem Buchungsvorlauf von maximal 50 Tagen vor Abreise gebucht – ein Anstieg von 2,5 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. Bei Einzelreisenden war es sogar fast jeder zweite Urlaub.
An der Spitze des DERTOUR Last-Minute-Atlas stehen die Stadtstaaten: Hamburg (35,3 %), Bremen (32,0 %) und Berlin (31,6 %) sind die spontansten Reisebundesländer. Ostdeutsche Flächenländer buchen hingegen am seltensten kurzfristig.
Der DRV erwartet für das Touristikjahr 2025/2026 (November 2025 bis Oktober 2026) einen Gesamtumsatz von fast 85 Milliarden Euro – ein Plus von rund einem Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ursprünglich waren drei Prozent Wachstum auf 86 Milliarden Euro prognostiziert worden; die Prognose wurde aufgrund geopolitischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten nach unten korrigiert.
Türkei, Spanien und Griechenland sind laut DRV die meistgebuchten Flugpauschalreiseziele der Saison. Für den Herbst empfehlen sich zusätzlich die Kanarischen Inseln und Zypern – beide bieten warm-sonniges Wetter bis in den November und profitieren von der Last-Minute-Nachfrage mit attraktiven Restplatzpreisen.
Ja – besonders weil die zwischenzeitliche Buchungszurückhaltung im Frühjahr dazu geführt hat, dass Veranstalter noch Kontingente haben, die sie abverkaufen wollen. Wer flexibel bei Abflughafen und Zeitraum ist, kann aktuell von attraktiven Preisen profitieren. Die Pauschalreise bietet dabei den besten Schutz dank gesetzlicher Insolvenzabsicherung.
Weiterlesen30. September 2026 09:32
Am 22. April 2026 hat der nordirische Luxus-Segelreise-Spezialist Salamander Voyages die Türen für immer geschlossen. Nach 23 Jahren maßgeschneiderter Segeltouren entlang der italienischen Küste, in Griechenland und Kroatien stellte das Unternehmen alle Buchungen ein – ein harter Schlag für Hunderte Urlauber, die ihre Mittelmeer-Kreuzfahrt längst geplant hatten. Was du jetzt wissen musst, wie du an dein Geld kommst und warum 2026 für kleine Kreuzfahrt- und Segelveranstalter ein besonders schwieriges Jahr ist, liest du hier.

Salamander Voyages, ein in Belfast ansässiger Luxus-Segelreise-Anbieter, ist am 22. April 2026 nach 23 Jahren in die Insolvenz gegangen. Scott Murray und Ian Davison von Keenan Corporate Finance Ltd wurden als gemeinsame Administratoren eingesetzt, um den Prozess zu überwachen. Das Unternehmen kommunizierte den Schritt direkt über seine Website – knapp, aber unmissverständlich: "After 23 years of wonderful sailing in the Aegean Sea, we are very sad to announce Salamander Voyages has taken the difficult decision to close its doors."
Gegründet um das Jahr 2003 in Nordirland, bot das Unternehmen kuratierte Luxus-Segeltouren und private Kreuzfahrten zu mediterranen Zielen wie Kroatien, Italien und Griechenland sowie einige Destinationen in Asien an. Das Unternehmen hatte sich einen Nischenruf für Premium-Yacht-Urlaube aufgebaut, mit persönlichem Service und malerischen Küstenrouten – die Preise lagen teilweise bei rund 3.000 Pfund pro Person und positionierten die Marke im gehobenen Reisesegment.
Das Unternehmen ist in die britische Insolvenz eingetreten, was zur sofortigen Stornierung aller bevorstehenden Reiseprogramme, privaten Segeltouren und kuratierten Luxus-Itinerare führte.
Die Angebote von Salamander Voyages konzentrierten sich vorrangig auf das Mittelmeer, mit Zielen wie Italien, Kroatien und Griechenland. Für Reisende, die eine exklusive Kreuzfahrt oder Segelreise entlang der italienischen Adria-Küste, der Amalfiküste oder der ligurischen Riviera gebucht hatten, ist die Lage eindeutig: Viele hatten Reisen zu attraktiven Destinationen wie der Türkei, den griechischen Inseln und Italiens atemberaubenden Küstenregionen geplant – all diese Buchungen wurden abrupt storniert.
Geplante Abfahrten im weiteren Verlauf des Jahres 2026 werden nicht stattfinden, darunter Segeltouren im türkischen Golf für Juni und Oktober. Das Unternehmen war für private Bootstouren bekannt, mit sorgfältig geplanten Routen zu kleineren Küstendörfern, ruhigen Buchten und historischen Stätten – genau jene Orte, die auf normalen Kreuzfahrtitineraren fehlen. Dieser besondere Reiz macht den Verlust für Stammgäste besonders schmerzhaft.
Wenn ein Reiseveranstalter insolvent wird, ist die wichtigste Frage für Urlauber: Wie komme ich an meine Anzahlung oder den Reisepreis zurück? Die Antwort hängt davon ab, wie du bezahlt hast und ob deine Buchung durch ein Sicherungssystem abgedeckt war.
Da ein Unternehmen, das diesen Punkt erreicht, in der Regel bereits tief verschuldet ist, haben Reisende, die Geld auf Reisen verloren haben, meist keine andere Möglichkeit, als Hilfe durch den Insolvenzprozess oder Verbraucherschutzbehörden zu suchen. Hol dir im Zweifel rechtliche Beratung – besonders wenn größere Summen im Spiel sind.
Der Fall Salamander Voyages ist kein Einzelfall. Zu den Reiseveranstaltern, die in den letzten sechs Monaten Insolvenz angemeldet haben, zählen die britischen Firmen Great Little Escapes, Salamander Voyages und Jetline, das schwedische Reiseunternehmen MixxTravel, der französische Kreuzfahrtanbieter Expedis Exploration sowie das Bostoner Unternehmen GoPlay Sports Tours.
Zwischen niedrigem Konsumklima und technologischen Fortschritten, die es Menschen in den letzten zwei Jahrzehnten deutlich einfacher gemacht haben, Reisen ohne Vermittler zu buchen, ist der Betrieb eines Reisebüros im Jahr 2026 ein zunehmend riskantes Unterfangen. Für kleine und mittelgroße Spezialveranstalter, die auf Nischenangebote wie exklusive Segelreisen oder Boutique-Flusskreuzfahrten setzen, gilt das in besonderem Maße: Sie haben höhere Fixkosten pro Gast, sind stärker von individueller Kundenbindung abhängig und verfügen über geringere finanzielle Puffer als die großen Konzerne.
Viele Reisefirmen kämpfen weiterhin mit Buchungsvolatilität, veränderten Konsumgewohnheiten und erhöhter Vorsicht bei internationalen Reisen als Nachwirkung der Pandemie. Hinzu kommen gestiegene Betriebskosten, höhere Hafengebühren und der Kostendruck durch teurere Charterkapazitäten auf dem Mittelmeer.
Salamander Voyages war ein familiengeführtes Unternehmen über mehr als zwei Jahrzehnte, das auf maßgeschneiderte Segeltouren zu versteckten Juwelen im Mittelmeer spezialisiert war. Trotz des einzigartigen Angebots und treuer Stammgäste stieß das Unternehmen auf finanzielle Herausforderungen, die zu seinem Niedergang führten.
Der Marktaustritt von Salamander Voyages hinterlässt eine Lücke im Segment der Premium-Segeltouren entlang der italienischen und griechischen Küste. Das Unternehmen war als in Nordirland ansässiger Reiseanbieter bekannt für kuratierte Luxus-Segelerlebnisse in der Ägäis und im Mittelmeer. Wer ähnliche Erlebnisse sucht – kleine Gruppen, private Boote, abseits der großen Kreuzfahrtrouten – muss sich nach Alternativen umsehen.
Für den beliebten Kreuzfahrten-Markt rund um Italien bleibt das Angebot breit: Große Reedereien wie MSC, Costa oder CroisiEurope bedienen weiterhin die klassischen Mittelmeer- und Po-Delta-Routen. Flusskreuzfahrten auf dem Po, Venetien und dem Küstenhinterland sind über Spezialisten wie CroisiEurope buchbar. Doch das spezifische Nischensegment privater Luxus-Segelchartertouren mit persönlichem Rundumservice, wie Salamander Voyages es betrieben hat, wird kurzfristig schwer zu ersetzen sein.
Wer eine Luxusreise per Segelboot oder kleines Schiff durch das Mittelmeer plant, sollte sich jetzt intensiv über die Bonität und Absicherung des gewählten Anbieters informieren. Achte unbedingt auf ATOL-Zertifizierung (bei britischen Anbietern), den deutschen Reisesicherungsschein des DRSF oder vergleichbare Sicherungssysteme im jeweiligen Herkunftsland des Veranstalters.
Wenn du eine Segelreise oder exklusive Küstenkreuzfahrt entlang Italiens liebst, musst du nicht auf dieses Erlebnis verzichten. Auf reiseveranstalter.com findest du geprüfte Angebote für Erlebnisreisen und Kreuzfahrten, die genau dieses Flair bieten. Informiere dich auch in unserer Reise-News über aktuelle Marktentwicklungen – gerade in einem Jahr wie 2026, in dem Veranstalterpleiten keine Seltenheit sind. Wer lieber auf Nummer sicher geht und den Komfort eines bewährten Veranstalters bevorzugt, findet bei großen Häusern wie CroisiEurope oder Phoenix Reisen verlässliche Angebote für Mittelmeer-Kreuzfahrten.
Passende Angebote: News · Kreuzfahrten · Flusskreuzfahrten · Luxusreisen
Alle Buchungen bei Salamander Voyages wurden storniert. Du musst aktiv werden und deinen Erstattungsanspruch geltend machen – entweder über deine Kreditkartengesellschaft (Section 75 / Chargeback), das ATOL-System (bei flugbasierten Paketen) oder deine Reiseversicherung. Warte nicht, bis die Administratoren von sich aus auf dich zukommen.
Der DRSF schützt Kunden von deutschen Pauschalreiseveranstaltern. Salamander Voyages war ein britisches Unternehmen und unterlag dem britischen ATOL-System. Hast du die Reise über ein deutsches Reisebüro als Pauschalreise gebucht und ist das deutsche Reisebüro als Veranstalter im Vertrag genannt, greift eventuell der DRSF-Schutz. Prüfe deinen Reisevertrag genau.
Bei Salamander Voyages handelte es sich meist um gecharterte Segelboote, nicht um fest im Liniendienst fahrende Passagierschiffe. Da der Veranstalter die Charterverträge nicht mehr erfüllen kann, finden die Fahrten in aller Regel nicht statt. Reise auf eigene Faust anzutreten, ohne vorherige Abklärung mit den Administratoren, ist nicht ratsam und führt im Zweifel zu weiteren Kosten.
Der Markt ist 2026 besonders herausfordernd: Gestiegene Betriebskosten, volatile Buchungslagen, verändertes Konsumverhalten nach der Pandemie und der zunehmende Direktbuchungstrend setzen kleine Spezialveranstalter unter Druck. Wer keine ausreichenden Rücklagen hat, gerät schnell in die Zahlungsunfähigkeit – besonders in Nischensegmenten wie Luxus-Segelreisen.
In Deutschland sind Veranstalter von Pauschalreisen gesetzlich verpflichtet, einen Insolvenzschutz abzuschließen – heute über den Deutschen Reisesicherungsfonds (DRSF). Bei Buchung erhältst du einen Sicherungsschein, der im Pleitefall deine Anzahlungen und den Reisepreis absichert. Beim Kauf von Kreuzfahrten direkt bei der Reederei (ohne Pauschalpaket) greift dieser Schutz jedoch nicht automatisch.
Ja. Anbieter wie CroisiEurope bieten Flusskreuzfahrten auf dem Po und in der Lagune von Venedig an. Für private Segeltouren entlang der Amalfiküste, Siziliens oder der Adria gibt es verschiedene Charterunternehmen und Spezialveranstalter. Wichtig: Achte immer auf einen anerkannten Insolvenzschutz des Anbieters.
Weiterlesen29. September 2026 09:33
Der spanische Billigflieger Volotea hat am 29. September 2026 ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eingeleitet – und trifft damit Tausende Urlauber, die mit der Airline an die kroatische Adria geflogen sind oder noch fliegen wollen. Wer einen Pauschalurlaub oder Cluburlaub in Kroatien gebucht hat, fragt sich jetzt: Ist mein Flug sicher? Bekomme ich mein Geld zurück? Und was passiert, wenn ich noch unterwegs bin? Wir liefern dir die Antworten – klar, aktuell und ohne Panik.

Der spanische Billigflieger Volotea hat Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt und will im Zuge einer Restrukturierung Flotte und Jobs abbauen – der Flugbetrieb läuft vorerst aber normal weiter.
Konkret hat Volotea beim zuständigen Insolvenzgericht ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung eingeleitet, um unter verfahrensrechtlichem Schutz Verhandlungen mit Gläubigern, Kreditinstituten und staatlichen Stellen über eine tiefgreifende Umschuldung zu führen. Das vorrangige Ziel der Unternehmensführung besteht darin, bis Dezember 2026 einen verbindlichen Restrukturierungsplan auszuarbeiten.
Formal eröffnete die Airline dafür ein Verfahren nach spanischem Insolvenzrecht, die sogenannte „Apertura de Negociaciones", das Unternehmen erlaubt, mit ihren Gläubigern einen Restrukturierungsplan auszuhandeln. Die Airline ist also nicht sofort weg – befindet sich aber in einer ernsthaften finanziellen Schieflage, die jeder Urlauber kennen sollte.
Die spanische Billigairline ist in eine tiefe Krise gestürzt: Laut Unternehmensangaben explodierten die Kerosinpreise infolge der Krisen im Nahen Osten, und allein seit März habe die Treibstoffrechnung rund 150 Millionen Euro höher gelegen als im Vergleichszeitraum 2025.
Die finanzielle Substanz des Unternehmens ist durch mehrjährige Verlustphasen geschwächt. Für das Geschäftsjahr 2025 wies Volotea ein negatives Eigenkapital von 77,5 Millionen Euro aus; zwar belief sich der Jahresumsatz auf rund 818 Millionen Euro, jedoch verblieb nach Abzug aller Aufwendungen ein Nettofehlbetrag von 64 Millionen Euro.
Volotea kämpft außerdem bereits seit der Coronapandemie mit einem erheblichen Schuldenberg, der trotz operativer Fortschritte nicht nachhaltig abgebaut werden konnte und nun den Anstoß für den eingeleiteten Restrukturierungskurs gegeben hat.
Damit reiht sich Volotea in einen beunruhigenden Trend ein. Für 2026 hat sich die wirtschaftliche Situation der Branche nochmals verschärft: Laut dem internationalen Luftfahrtverband IATA werden die durchschnittlichen Kerosinpreise voraussichtlich um knapp 70 Prozent über dem Vorjahresniveau liegen, während die weltweite Nettogewinnmarge der Airlines von 4,2 auf nur noch 2,0 Prozent zurückgehen dürfte.
Volotea verbindet mehrere deutsche Städte mit Destinationen in Südeuropa – darunter beliebte Ziele an der Adria. Die Airline hat ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eingeleitet und will mit einem umfassenden Restrukturierungsprogramm die Weiterführung des Flugbetriebs absichern. Zu den Destinationen, die sie weiterhin anfliegt, zählen auch die deutschen Standorte Berlin, Hamburg und München, von denen aus Verbindungen nach Italien, Spanien und Griechenland aufrechterhalten werden. Wer also einen Cluburlaub in Kroatien oder an der Adria mit Volotea-Zubringer gebucht hat, muss jetzt genau hinschauen.
Im Zuge der Sanierung soll die Flotte von derzeit 45 auf 30 bis 35 Flugzeuge schrumpfen; in der Firmenzentrale in Barcelona fallen zudem rund 50 Stellen weg. Ein schlankeres Streckennetz ist damit wahrscheinlich – Verbindungen könnten wegfallen oder seltener bedient werden.
Wie das Portal Airliners.de berichtet, hat Volotea ein Verfahren für eine Insolvenz in Eigenverwaltung eröffnet. Dies erlaubt Unternehmen, mit ihren Gläubigern einen Restrukturierungsplan auszuhandeln. Dafür hat die Fluggesellschaft bereits Verhandlungen mit dem spanischen Staatsfonds Sepi, den Anteilseignern, Banken und weiteren Gläubigern aufgenommen, die bis Dezember abgeschlossen werden sollen.
Für Passagiere soll sich vorerst nichts ändern. Das klingt beruhigend – ist es jedoch nur bedingt. Verfahren in Eigenverwaltung können scheitern, und dann kann es schnell gehen. Das Beispiel der FTI-Touristik-Insolvenz im Juni 2024 hat gezeigt, wie plötzlich ein Veranstalter den Betrieb einstellen kann: Der Reiseveranstalter FTI Touristik ist insolvent und hat den Betrieb eingestellt. Das sollte jedem Kroatien-Urlauber als Warnung dienen, vorausschauend zu handeln.
Entscheidend ist, wie du gebucht hast. Als Pauschalreisender bist du deutlich besser geschützt. Pauschalurlauber bekommen bei einer Insolvenz der Airline Hilfe vom Reiseveranstalter, der kostenfrei eine Alternative – zum Beispiel die Beförderung mit einer anderen Airline – zur Verfügung stellen muss.
Alle Veranstalter in der EU müssen sicherstellen, dass du den Reisepreis zurückbekommst und vom Urlaubsort zurückbefördert wirst. Sie müssen die Absicherung durch den Sicherungsschein nachweisen, den du bei Buchung ausgehändigt bekommst. Wenn du also deinen Pauschalurlaub in Kroatien über einen seriösen Veranstalter gebucht hast und Volotea als Flugpartner dabei ist, liegt die Verantwortung beim Veranstalter – nicht bei dir.
Wer nur einen Einzelflug bei Volotea gebucht hat, steht schlechter da. War der Veranstalter trotz der gesetzlichen Verpflichtung nicht versichert, fließt der gezahlte Reisepreis in die Insolvenzmasse. Bei reinen Flugtickets ohne Pauschalreiseschutz gilt das Gleiche – hier greift die gesetzliche Absicherung über den Deutschen Reisesicherungsfonds (DRSF) nicht, da dieser nur für Pauschalreisen zuständig ist.
Egal ob dein Cluburlaub in Kroatien noch bevorsteht oder du gerade vor Ort bist – diese Schritte schützen dich:
Kroatiens Adriaküste ist als Cluburlaubsziel so beliebt wie nie. Cluburlaub in Kroatien verbindet Badeurlaub am Meer mit Ausflügen in historische Küstenstädte und abwechslungsreiche Natur – Istrien und Dalmatien sind ideal für alle, die Erholung im Resort mit Kultur, Landschaft und regionalen Entdeckungen verbinden möchten. Viele Resorts liegen direkt am Meer und bündeln Unterkunft, Verpflegung, Kinderbetreuung sowie Sport- und Wellnessangebote an einem Ort. Familien profitieren von kurzen Wegen und betreuten Programmen für Kinder, während Erwachsene Zeit für Spa, Wassersport oder Ausflüge haben.
Die Adria wird zu einem der Highlights für Cluburlaub in Europa – und besonders Istrien wird stärker als Destination wahrgenommen, die gute Erreichbarkeit mit gehobener Hotellerie, Kulinarik, Privatsphäre und landschaftlicher Qualität verbindet. Die Volotea-Krise dürfte kurzfristig zu höherer Nachfrage bei anderen Airlines und Veranstaltern führen, die Kroatien bedienen – was für Last-Minute-Reisende bedeutet: Schnell handeln zahlt sich aus.
Insolvenzfälle in der Touristik haben in der Vergangenheit gezeigt, dass die verbleibenden Marktteilnehmer profitieren. Alltours etwa sprach nach der FTI-Insolvenz von Zuwachsraten im zweistelligen Prozentbereich und rechnete dank des Nachfrageschubs mit einem Rekordwachstum von über 20 Prozent. Für dich als Urlauber heißt das: Der Markt stabilisiert sich – aber du musst im Moment wachsam sein.
Volotea ist kein Einzelfall. Airline-Insolvenzen sind keineswegs ein seltenes Phänomen: Laut einer Untersuchung des internationalen Zahlungsdienstleisters WEX haben zwischen 2000 und 2024 weltweit mehr als 1.200 Fluggesellschaften ihren Betrieb eingestellt – im Durchschnitt rund 50 pro Jahr.
Die wichtigste Lektion: Wer eine Pauschalreise bucht, ist grundsätzlich besser geschützt als jemand, der Flug und Hotel separat zusammenstellt. Für Pauschalreisen gilt in der EU die Pflicht zur Insolvenzabsicherung des Veranstalters, erkennbar am Reisesicherungsschein, siehe EU-Richtlinie 2015/2302. Das ist der entscheidende Unterschied zwischen einem ruhigen Abend auf der Clubanlage in Dalmatien – und einem langen Kampf ums Geld.
Wer zudem Individualreisen oder eigenständig zusammengestellte Trips bevorzugt, sollte unbedingt eine Reiserücktrittsversicherung mit Insolvenzschutz für die Airline abschließen. Das gibt es als Zusatzbaustein bei den meisten Versicherungsanbietern – und ist in Zeiten schwankender Kerosinpreise und geopolitischer Unsicherheit kein Luxus, sondern Vernunft.
Wer den Kroatien-Cluburlaub jetzt neu planen oder umbuchen möchte, sollte folgende Punkte beachten:
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Ja, vorerst. Die hohen Treibstoffkosten belasten das Geschäft der Airline-Branche: Volotea musste Insolvenz anmelden, soll das möglichst in Eigenverwaltung tun, und der Flugbetrieb läuft zunächst normal weiter. Ob und wie lange das so bleibt, hängt vom Ausgang der Gläubigerverhandlungen bis Dezember 2026 ab.
Das hängt davon ab, wie du gebucht hast. Bei einer Pauschalreise ist dein Veranstalter in der Pflicht, Ersatz zu organisieren oder den Reisepreis zu erstatten. Bei einem reinen Einzelticket ohne Pauschalreiseschutz musst du deine Ansprüche direkt bei Volotea oder – falls diese zahlunsunfähig ist – im Insolvenzverfahren geltend machen. Eine Kreditkartenzahlung kann zusätzlichen Schutz bieten (Chargeback-Verfahren).
Geht der Veranstalter pleite, kann der Absicherer entscheiden, ob er weiter die Durchführung der Reise anbietet oder die vorzeitige Rückreise organisiert. Verlangst du eine Erstattung des Reisepreises, muss der Absicherer unverzüglich zahlen. Wende dich sofort an deinen Reiseveranstalter und halte deinen Sicherungsschein bereit.
Ja – solange du über einen seriösen Pauschalreiseanbieter buchst und dir einen Sicherungsschein aushändigen lässt. Die kroatischen Clubanlagen selbst sind von der Volotea-Krise nicht betroffen; das Thema betrifft ausschließlich den Zubringerflug.
Von Deutschland aus fliegen Eurowings, Croatia Airlines, Ryanair und Lufthansa zahlreiche kroatische Flughäfen an – darunter Split (SPU), Dubrovnik (DBV), Zadar (ZAD) und Pula (PUY). Diese Airlines sind derzeit nicht von Insolvenzen betroffen. Viele Pauschalreise-Veranstalter haben für den Ausfall von Volotea-Kapazitäten bereits Umstiegslösungen vorbereitet.
Beim DRSF sind mit Stand vom 21. September 2026 insgesamt 223 Reiseveranstalter abgesichert – davon sind 171 mit einem Umsatz ab zehn Millionen Euro gesetzlich zur Absicherung verpflichtet, 52 weitere sind freiwillig versichert. Die vollständige Liste findest du auf der Website des DRSF unter drsf.reise.
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