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Aktuelles
29. September 2026 09:33
Der spanische Billigflieger Volotea hat am 29. September 2026 ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eingeleitet – und trifft damit Tausende Urlauber, die mit der Airline an die kroatische Adria geflogen sind oder noch fliegen wollen. Wer einen Pauschalurlaub oder Cluburlaub in Kroatien gebucht hat, fragt sich jetzt: Ist mein Flug sicher? Bekomme ich mein Geld zurück? Und was passiert, wenn ich noch unterwegs bin? Wir liefern dir die Antworten – klar, aktuell und ohne Panik.

Der spanische Billigflieger Volotea hat Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt und will im Zuge einer Restrukturierung Flotte und Jobs abbauen – der Flugbetrieb läuft vorerst aber normal weiter.
Konkret hat Volotea beim zuständigen Insolvenzgericht ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung eingeleitet, um unter verfahrensrechtlichem Schutz Verhandlungen mit Gläubigern, Kreditinstituten und staatlichen Stellen über eine tiefgreifende Umschuldung zu führen. Das vorrangige Ziel der Unternehmensführung besteht darin, bis Dezember 2026 einen verbindlichen Restrukturierungsplan auszuarbeiten.
Formal eröffnete die Airline dafür ein Verfahren nach spanischem Insolvenzrecht, die sogenannte „Apertura de Negociaciones", das Unternehmen erlaubt, mit ihren Gläubigern einen Restrukturierungsplan auszuhandeln. Die Airline ist also nicht sofort weg – befindet sich aber in einer ernsthaften finanziellen Schieflage, die jeder Urlauber kennen sollte.
Die spanische Billigairline ist in eine tiefe Krise gestürzt: Laut Unternehmensangaben explodierten die Kerosinpreise infolge der Krisen im Nahen Osten, und allein seit März habe die Treibstoffrechnung rund 150 Millionen Euro höher gelegen als im Vergleichszeitraum 2025.
Die finanzielle Substanz des Unternehmens ist durch mehrjährige Verlustphasen geschwächt. Für das Geschäftsjahr 2025 wies Volotea ein negatives Eigenkapital von 77,5 Millionen Euro aus; zwar belief sich der Jahresumsatz auf rund 818 Millionen Euro, jedoch verblieb nach Abzug aller Aufwendungen ein Nettofehlbetrag von 64 Millionen Euro.
Volotea kämpft außerdem bereits seit der Coronapandemie mit einem erheblichen Schuldenberg, der trotz operativer Fortschritte nicht nachhaltig abgebaut werden konnte und nun den Anstoß für den eingeleiteten Restrukturierungskurs gegeben hat.
Damit reiht sich Volotea in einen beunruhigenden Trend ein. Für 2026 hat sich die wirtschaftliche Situation der Branche nochmals verschärft: Laut dem internationalen Luftfahrtverband IATA werden die durchschnittlichen Kerosinpreise voraussichtlich um knapp 70 Prozent über dem Vorjahresniveau liegen, während die weltweite Nettogewinnmarge der Airlines von 4,2 auf nur noch 2,0 Prozent zurückgehen dürfte.
Volotea verbindet mehrere deutsche Städte mit Destinationen in Südeuropa – darunter beliebte Ziele an der Adria. Die Airline hat ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eingeleitet und will mit einem umfassenden Restrukturierungsprogramm die Weiterführung des Flugbetriebs absichern. Zu den Destinationen, die sie weiterhin anfliegt, zählen auch die deutschen Standorte Berlin, Hamburg und München, von denen aus Verbindungen nach Italien, Spanien und Griechenland aufrechterhalten werden. Wer also einen Cluburlaub in Kroatien oder an der Adria mit Volotea-Zubringer gebucht hat, muss jetzt genau hinschauen.
Im Zuge der Sanierung soll die Flotte von derzeit 45 auf 30 bis 35 Flugzeuge schrumpfen; in der Firmenzentrale in Barcelona fallen zudem rund 50 Stellen weg. Ein schlankeres Streckennetz ist damit wahrscheinlich – Verbindungen könnten wegfallen oder seltener bedient werden.
Wie das Portal Airliners.de berichtet, hat Volotea ein Verfahren für eine Insolvenz in Eigenverwaltung eröffnet. Dies erlaubt Unternehmen, mit ihren Gläubigern einen Restrukturierungsplan auszuhandeln. Dafür hat die Fluggesellschaft bereits Verhandlungen mit dem spanischen Staatsfonds Sepi, den Anteilseignern, Banken und weiteren Gläubigern aufgenommen, die bis Dezember abgeschlossen werden sollen.
Für Passagiere soll sich vorerst nichts ändern. Das klingt beruhigend – ist es jedoch nur bedingt. Verfahren in Eigenverwaltung können scheitern, und dann kann es schnell gehen. Das Beispiel der FTI-Touristik-Insolvenz im Juni 2024 hat gezeigt, wie plötzlich ein Veranstalter den Betrieb einstellen kann: Der Reiseveranstalter FTI Touristik ist insolvent und hat den Betrieb eingestellt. Das sollte jedem Kroatien-Urlauber als Warnung dienen, vorausschauend zu handeln.
Entscheidend ist, wie du gebucht hast. Als Pauschalreisender bist du deutlich besser geschützt. Pauschalurlauber bekommen bei einer Insolvenz der Airline Hilfe vom Reiseveranstalter, der kostenfrei eine Alternative – zum Beispiel die Beförderung mit einer anderen Airline – zur Verfügung stellen muss.
Alle Veranstalter in der EU müssen sicherstellen, dass du den Reisepreis zurückbekommst und vom Urlaubsort zurückbefördert wirst. Sie müssen die Absicherung durch den Sicherungsschein nachweisen, den du bei Buchung ausgehändigt bekommst. Wenn du also deinen Pauschalurlaub in Kroatien über einen seriösen Veranstalter gebucht hast und Volotea als Flugpartner dabei ist, liegt die Verantwortung beim Veranstalter – nicht bei dir.
Wer nur einen Einzelflug bei Volotea gebucht hat, steht schlechter da. War der Veranstalter trotz der gesetzlichen Verpflichtung nicht versichert, fließt der gezahlte Reisepreis in die Insolvenzmasse. Bei reinen Flugtickets ohne Pauschalreiseschutz gilt das Gleiche – hier greift die gesetzliche Absicherung über den Deutschen Reisesicherungsfonds (DRSF) nicht, da dieser nur für Pauschalreisen zuständig ist.
Egal ob dein Cluburlaub in Kroatien noch bevorsteht oder du gerade vor Ort bist – diese Schritte schützen dich:
Kroatiens Adriaküste ist als Cluburlaubsziel so beliebt wie nie. Cluburlaub in Kroatien verbindet Badeurlaub am Meer mit Ausflügen in historische Küstenstädte und abwechslungsreiche Natur – Istrien und Dalmatien sind ideal für alle, die Erholung im Resort mit Kultur, Landschaft und regionalen Entdeckungen verbinden möchten. Viele Resorts liegen direkt am Meer und bündeln Unterkunft, Verpflegung, Kinderbetreuung sowie Sport- und Wellnessangebote an einem Ort. Familien profitieren von kurzen Wegen und betreuten Programmen für Kinder, während Erwachsene Zeit für Spa, Wassersport oder Ausflüge haben.
Die Adria wird zu einem der Highlights für Cluburlaub in Europa – und besonders Istrien wird stärker als Destination wahrgenommen, die gute Erreichbarkeit mit gehobener Hotellerie, Kulinarik, Privatsphäre und landschaftlicher Qualität verbindet. Die Volotea-Krise dürfte kurzfristig zu höherer Nachfrage bei anderen Airlines und Veranstaltern führen, die Kroatien bedienen – was für Last-Minute-Reisende bedeutet: Schnell handeln zahlt sich aus.
Insolvenzfälle in der Touristik haben in der Vergangenheit gezeigt, dass die verbleibenden Marktteilnehmer profitieren. Alltours etwa sprach nach der FTI-Insolvenz von Zuwachsraten im zweistelligen Prozentbereich und rechnete dank des Nachfrageschubs mit einem Rekordwachstum von über 20 Prozent. Für dich als Urlauber heißt das: Der Markt stabilisiert sich – aber du musst im Moment wachsam sein.
Volotea ist kein Einzelfall. Airline-Insolvenzen sind keineswegs ein seltenes Phänomen: Laut einer Untersuchung des internationalen Zahlungsdienstleisters WEX haben zwischen 2000 und 2024 weltweit mehr als 1.200 Fluggesellschaften ihren Betrieb eingestellt – im Durchschnitt rund 50 pro Jahr.
Die wichtigste Lektion: Wer eine Pauschalreise bucht, ist grundsätzlich besser geschützt als jemand, der Flug und Hotel separat zusammenstellt. Für Pauschalreisen gilt in der EU die Pflicht zur Insolvenzabsicherung des Veranstalters, erkennbar am Reisesicherungsschein, siehe EU-Richtlinie 2015/2302. Das ist der entscheidende Unterschied zwischen einem ruhigen Abend auf der Clubanlage in Dalmatien – und einem langen Kampf ums Geld.
Wer zudem Individualreisen oder eigenständig zusammengestellte Trips bevorzugt, sollte unbedingt eine Reiserücktrittsversicherung mit Insolvenzschutz für die Airline abschließen. Das gibt es als Zusatzbaustein bei den meisten Versicherungsanbietern – und ist in Zeiten schwankender Kerosinpreise und geopolitischer Unsicherheit kein Luxus, sondern Vernunft.
Wer den Kroatien-Cluburlaub jetzt neu planen oder umbuchen möchte, sollte folgende Punkte beachten:
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Ja, vorerst. Die hohen Treibstoffkosten belasten das Geschäft der Airline-Branche: Volotea musste Insolvenz anmelden, soll das möglichst in Eigenverwaltung tun, und der Flugbetrieb läuft zunächst normal weiter. Ob und wie lange das so bleibt, hängt vom Ausgang der Gläubigerverhandlungen bis Dezember 2026 ab.
Das hängt davon ab, wie du gebucht hast. Bei einer Pauschalreise ist dein Veranstalter in der Pflicht, Ersatz zu organisieren oder den Reisepreis zu erstatten. Bei einem reinen Einzelticket ohne Pauschalreiseschutz musst du deine Ansprüche direkt bei Volotea oder – falls diese zahlunsunfähig ist – im Insolvenzverfahren geltend machen. Eine Kreditkartenzahlung kann zusätzlichen Schutz bieten (Chargeback-Verfahren).
Geht der Veranstalter pleite, kann der Absicherer entscheiden, ob er weiter die Durchführung der Reise anbietet oder die vorzeitige Rückreise organisiert. Verlangst du eine Erstattung des Reisepreises, muss der Absicherer unverzüglich zahlen. Wende dich sofort an deinen Reiseveranstalter und halte deinen Sicherungsschein bereit.
Ja – solange du über einen seriösen Pauschalreiseanbieter buchst und dir einen Sicherungsschein aushändigen lässt. Die kroatischen Clubanlagen selbst sind von der Volotea-Krise nicht betroffen; das Thema betrifft ausschließlich den Zubringerflug.
Von Deutschland aus fliegen Eurowings, Croatia Airlines, Ryanair und Lufthansa zahlreiche kroatische Flughäfen an – darunter Split (SPU), Dubrovnik (DBV), Zadar (ZAD) und Pula (PUY). Diese Airlines sind derzeit nicht von Insolvenzen betroffen. Viele Pauschalreise-Veranstalter haben für den Ausfall von Volotea-Kapazitäten bereits Umstiegslösungen vorbereitet.
Beim DRSF sind mit Stand vom 21. September 2026 insgesamt 223 Reiseveranstalter abgesichert – davon sind 171 mit einem Umsatz ab zehn Millionen Euro gesetzlich zur Absicherung verpflichtet, 52 weitere sind freiwillig versichert. Die vollständige Liste findest du auf der Website des DRSF unter drsf.reise.
Weiterlesen28. September 2026 09:32
Paukenschlag im europäischen Kreuzfahrtmarkt: Die Trip.com Group hat am 4. September 2026 eine Mehrheitsbeteiligung am Frankfurter Kreuzfahrtspezialisten e-hoi erworben – einem Unternehmen, das auch in Portugal aktiv ist und den iberischen Markt über eigene Marken bedient. Was bedeutet dieser Milliardendeal für dich als Kreuzfahrtgast, der Lissabon, Porto oder Madeira ansteuern möchte? reiseveranstalter.com gibt Antworten.

Der internationale Reisekonzern Trip.com Group hat sich Anfang September 2026 die Mehrheit am deutschen Online-Kreuzfahrtvermittler e-hoi gesichert. Die Transaktion wurde am 4. September 2026 abgeschlossen. Über den Kaufpreis haben die Parteien laut einer Mitteilung Stillschweigen vereinbart.
Die 2003 gegründete e-hoi Group mit Sitz in Frankfurt ist auf den Vertrieb und die Veranstaltung von Hochsee- und Flusskreuzfahrten spezialisiert und mit zehn Marken in acht europäischen Märkten vertreten. Dazu gehört ausdrücklich auch Portugal: Die e-hoi group ist erfolgreich in acht europäischen Märkten aktiv – Deutschland, Österreich, den Niederlanden, der Schweiz, Spanien, Belgien, Portugal und Frankreich – und ist Marktführer in der DACH-Region sowie den BeNeLux-Ländern.
Das macht die Übernahme für Kreuzfahrtfans mit Portugal-Ambitionen besonders relevant: Wer bislang über e-hoi-Plattformen eine Kreuzfahrt nach Lissabon, Porto, Funchal oder auf die Azoren gebucht hat, ist von diesem Eigentümerwechsel direkt betroffen.
Zur Trip.com Group gehören unter anderem Trip.com, Ctrip, Skyscanner und Qunar. Der Konzern wurde 1999 gegründet und ist an den Börsen Nasdaq und Hongkong notiert. Er zählt damit zu den größten Reise-Buchungsplattformen der Welt.
Mit der Übernahme wolle die Trip.com Group ihre Präsenz im europäischen Kreuzfahrtmarkt ausbauen. Die e-hoi group bringe dabei ihre Kreuzfahrtkompetenz und Technologieplattform ein, während Trip.com seine internationale Reichweite sowie Kompetenzen in den Bereichen Technologie, Künstliche Intelligenz, Flug und Hotel einbringen könne.
Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Der Erwerb der Mehrheitsbeteiligung fällt in eine Phase veränderter Rahmenbedingungen auf den internationalen Reisemärkten. Nach Erhebungen des Branchenverbandes Cruise Lines International Association stieg die globale Zahl der Hochseekreuzfahrt-Passagiere im Jahr 2025 auf rund 37,2 Millionen Personen an, was einem Zuwachs von 7,5 Prozent gegenüber dem Jahr 2024 entspricht. Der Kreuzfahrtmarkt wächst – und Trip.com will ein großes Stück davon.
Die gute Nachricht zuerst: e-hoi solle innerhalb des Konzerns eigenständig bleiben; Marken, Standorte und Teams werden beibehalten. Im operativen Geschäft soll sich vorerst wenig ändern. Gründer und CEO Detlev Schäferjohann bleibt Gesellschafter und führt das Unternehmen gemeinsam mit Managing Director Nicolay Merkt weiter.
Für dich als Kreuzfahrtgast, der bereits gebucht hat, gibt es ebenfalls Entwarnung: Alle gebuchten Reiseleistungen, Serviceverträge und Kundenschnittstellen behalten ihre Gültigkeit. Du musst also nichts unternehmen, wenn du eine Kreuzfahrt über e-hoi oder eine der Partnermarken gebucht hast.
Langfristig dürften die Veränderungen aber spürbar werden. Beide Unternehmen sehen unter anderem Potenzial beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz sowie bei der Verknüpfung von Kreuzfahrten mit Flug- und Hotelangeboten. Wer also künftig eine Kreuzfahrt mit Paketflug und Hotel kombinieren möchte, könnte von deutlich komfortableren Buchungsoptionen profitieren.
Portugal ist ein strategischer Baustein in der e-hoi-Expansion. e-hoi hatte bereits im Januar 2024 den iberischen Spezialisten Un Mundo de Cruceros übernommen; das Unternehmen unterhält Büros in Madrid, Barcelona und Lissabon und blickt auf über dreißig Jahre Erfahrung in der Kreuzfahrtbranche zurück.
Mundo de Cruceros arbeitet vorrangig mit Reisebüros in den spanischen und portugiesischen Märkten zusammen und vermarktet mehrere Reedereien. Die Marke StarClass Cruceros fokussiert dabei auf Luxus-, Expedition- und Ultra-Luxury-Angebote, während Wondercruises eine breitere Endkundenzielgruppe anspricht.
Portugal eignet sich als Kreuzfahrtdestination aus verschiedenen Gründen besonders gut. Lissabon, die Hauptstadt Portugals, dient als prächtiges Tor zu einer Vielzahl von Kreuzfahrterlebnissen entlang der Küsten Westeuropas. Die Stadt verzaubert mit ihrem historischen Flair, den malerischen Gassen und der herzlichen Gastfreundschaft. Von hier aus eröffnen sich vielfältige Möglichkeiten, die Schönheit der Atlantikküste und die kulturelle Vielfalt Europas zu erkunden.
Dank der wachsenden Präsenz von e-hoi – und nun des globalen Rückhalts durch Trip.com – dürfte das Kreuzfahrtangebot ab und nach Portugal in den kommenden Monaten weiter ausgebaut werden. Für Urlauber, die zwischen Lissabon, Porto und Funchal auf dem Seeweg pendeln möchten, könnte das günstigere Preise und bessere Paketoptionen bedeuten. Auf unserer Startseite findest du aktuelle Angebote im Überblick.
Die Übernahme von e-hoi durch Trip.com steht nicht allein. Der Erwerb der Mehrheitsbeteiligung fällt in eine Phase veränderter Rahmenbedingungen auf den internationalen Reisemärkten. Mit steigenden Passagierzahlen, anhaltender Preissetzungsmacht und laufendem Konsolidierungspotenzial sticht der Kreuzfahrtsektor als strukturell attraktives Segment für langfristiges Wachstum und Investitionen hervor.
Auch andernorts in Europa greift der Konsolidierungsdrang: So fusioniert das deutsche Online-Reisebüro Kreuzfahrtberater.de mit dem britischen Seereiseanbieter Cruise.co.uk. Die beiden Portale sollen zusammengeführt und mit einem vermittelten Gesamtumsatz von über 250 Millionen Euro und mehr als 100.000 Kunden pro Jahr zum europaweit größten Online-Vermittler von Kreuzfahrten werden.
Große Buchungsplattformen drängen also zunehmend in den spezialisierten Kreuzfahrtvertrieb. Für Reisende bedeutet das: mehr Auswahl, technisch ausgefeiltere Buchungsstrecken – aber auch die Frage, ob kleinere, beratungsintensive Anbieter langfristig ihren Platz behalten. Wer Wert auf individuelle Beratung legt, sollte auf Kreuzfahrten-Spezialisten setzen, die weiterhin persönliche Ansprechpartner bieten.
Unabhängig von Firmenübernahmen ist Portugal eines der begehrtesten Kreuzfahrtziele in Europa. Ob Funchal auf Madeira oder Porto und Lissabon – Portugal überrascht mit Vielfältigkeit. Madeira punktet mit spektakulären Wanderwegen und üppiger Natur, während Lissabon als lebendige Großstadt mit historischen Gassen, Fado und modernen Restaurants begeistert.
Lissabon ist ein begehrtes Ziel für Kreuzfahrtschiffe, die aus anderen Teilen Europas kommen. Routen von Hamburg oder Bremerhaven nach Lissabon sind besonders beliebt, da sie Reisenden die Möglichkeit bieten, entlang der Küsten Westeuropas zu fahren und unterwegs weitere Städte zu erkunden. Mit Trip.com als neuem Großaktionär dürfte das digitale Buchungserlebnis für solche Routen in den nächsten Jahren deutlich komfortabler werden. Wer bereits jetzt plant, findet auf reiseveranstalter.com/news laufend aktuelle Informationen zu Angeboten und Marktveränderungen.
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Trip.com hat eine Mehrheitsbeteiligung an der e-hoi GmbH erworben. Die Transaktion wurde am 4. September 2026 abgeschlossen. Über den Kaufpreis haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart.
Kurzfristig nicht. Alle bestehenden Buchungen bleiben gültig, das Management bleibt an Bord, und e-hoi wird weiterhin eigenständig unter seinen bisherigen Marken betrieben. Mittelfristig sind jedoch neue Funktionen wie KI-gestützte Buchungstools und bessere Flug-Hotel-Kreuzfahrt-Pakete geplant.
Ja. e-hoi ist in acht europäischen Märkten tätig, darunter Portugal. Über die integrierte Marke Mundo de Cruceros – mit Büro in Lissabon – werden sowohl Endkunden als auch Reisebüros im portugiesischen Markt bedient.
Besonders beliebt sind Westeuropa-Routen ab Hamburg oder Southampton, die Lissabon, Porto und Funchal anlaufen. Reedereien wie AIDA, MSC, TUI Mein Schiff und Royal Caribbean bieten regelmäßige Abfahrten an. Auch reine Portugal-Rundreisen auf dem Atlantik sind buchbar.
Ja, Douro-Flusskreuzfahrten gehören zu den beliebtesten Flussreisen Europas. e-hoi ist auch im Flusskreuzfahrtbereich aktiv. Angebote findest du auf unserer Seite zu Flusskreuzfahrten.
Der globale Kreuzfahrtmarkt wächst stark: 2025 reisten laut CLIA weltweit rund 37,2 Millionen Passagiere auf Hochseekreuzfahrten – ein Plus von 7,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für große Buchungsplattformen ist der Kreuzfahrtsektor daher ein attraktives Wachstumssegment, in dem spezialisierte Anbieter mit treuen Kundenstämmen besonders begehrt sind.
Weiterlesen27. September 2026 09:32
Die Türkische Riviera erlebt 2026 eine regelrechte Übernahme-Welle im Luxussegment: Coral Group Hotels hat das frühere TUI Blue Pascha Bay in Alanya-Konakli übernommen, renoviert und als Marvida Club Palmeras Pascha neu eröffnet. Gleichzeitig baut die Anex-Gruppe – einer der mächtigsten türkischen Reisekonzerne im deutschen Markt – ihr Türkei-Luxusportfolio massiv aus. Was diese Verschiebungen für deine nächste Luxusreise an die Türkische Riviera bedeuten, liest du hier.

Das Sommer-Highlight für Türkei-Fans kommt aus Alanya: Das ehemalige TUI Blue Pascha Bay wurde nach seiner Übernahme durch Coral Group Hotels renoviert und für die aktuelle Sommersaison als Viereinhalb-Sterne-Hotel wiedereröffnet – nun unter dem Namen Marvida Club Palmeras Pascha. Die Nachricht bestätigte das Fachmagazin fvw|TravelTalk im Juni 2026 in einer Übersicht zu den Neueröffnungen und Übernahmen an der Türkischen Riviera.
Was steckt dahinter? Die Coral Travel gehört zu den führenden Veranstaltern in Deutschland und bietet seit Sommer 2018 klassisch produzierte Pauschalreisen mit der kundenfreundlichen Möglichkeit von Optionsbuchungen an. Mit Coral Group Hotels betreibt das Unternehmen darüber hinaus eine eigene Hotelkette, die gezielt Luxusimmobilien an der Riviera aufkauft und unter eigener Flagge neu positioniert. Die Strategie ist klar: Wer die Hotelkette selbst kontrolliert, kann Qualität, Preise und Exklusivität direkt steuern – ein entscheidender Vorteil im hart umkämpften Türkei-Markt.
Für dich als Luxusreisende oder Luxusreisenden bedeutet das konkret: Du buchst ein Haus, das frisch renoviert ist und von einem Veranstalter mit eigener Hotelkompetenz betrieben wird. Im Herzen von Belek, Antalya, erwartet dich etwa das Xanadu Resort – ein luxuriöses All-Inclusive-Refugium, welches zu den TOP-Hotels gehört und direkt am türkisfarbenen Mittelmeer liegt. Solche Häuser sind jetzt das Vorbild für das gesamte Coral-Group-Portfolio.
Eine Hotelübernahme ist für Urlauber kein abstraktes Branchenthema – sie schlägt sich direkt im Urlaubserlebnis nieder. Coral Group Hotels kündigt für die Saison 2026 umfangreiche Modernisierungen an: eine komplett neu gestaltete Lobby und einen Empfangsbereich, eine Patisserie in der Lobby, renovierte Tagungsräume, ein erneuertes SPA-Center sowie einen brandneuen beheizten Innenpool. Solche Investitionen sind typisch für Übernahmen im Luxussegment – der neue Eigentümer setzt ein deutliches Zeichen, dass er das Haus auf das nächste Qualitätslevel heben will.
Gleichzeitig ergänzt ein weiteres Coral-Group-Haus das Programm: Der Corendon Hydros Club in der Region Antalya/Kemer – eine Fünf-Sterne-Hotelanlage – ist neu im Programm von Coral Travel und seit dem 1. Mai in Betrieb. Das zeigt, dass die Expansion kein Einzelfall ist, sondern Teil einer konsequenten Wachstumsstrategie.
Die Übernahme des TUI-Resorts durch Coral Group Hotels ist eingebettet in einen breiten Trend. fvw|TravelTalk hat bei den Türkei-Spezialisten Bentour, Coral Travel und der Anex Group samt Öger Tours nachgefragt, welche nagelneuen Luxus-Resorts und Hotelanlagen sie für die aktuelle Sommersaison neu im Programm haben – und die Liste ist beeindruckend lang.
Hier sind die wichtigsten Neueröffnungen und Übernahmen im Luxussegment an der Türkischen Riviera für 2026 auf einen Blick:
Wer nach einer Luxusreise sucht, findet an der Türkischen Riviera 2026 mehr hochwertige Neubauten und frisch renovierte Häuser als je zuvor.
Parallel zur Coral-Expansion sendet auch die Anex-Gruppe, der stärkste türkische Reisekonzern im deutschen Markt, deutliche Signale. Die Marken Anex Tour, Bucher Reisen, Öger Tours und Neckermann Reisen legten 2024/2025 bei der Gästezahl um 21 Prozent auf 950.000 Kunden zu; der Umsatz kletterte um 24 Prozent auf 900 Millionen Euro.
Im Sommer 2026 erweitert die Anex-Gruppe nicht nur ihre Kontingente für die Topziele Türkei, Spanien, Griechenland und Ägypten, sondern nimmt auch neue Ziele wie die Azoren, Kalamata in Griechenland sowie die Kapverden ins Programm. Das zeigt: Der Konzern nutzt seinen Türkei-Heimvorteil als Cashflow-Basis, um sich international breiter aufzustellen.
Interessant ist dabei ein Detail aus dem aktuellen Provisionsmodell der Gruppe, das Branchenexperten aufhorchen lässt: Künftig unterscheidet die Veranstaltergruppe mit den Marken Anex Tour, Neckermann, Öger Tours und Bucher zwischen Reisen in die Türkei und „Reisen in den Rest der Welt". Gab es bislang eine Grundprovision von elf Prozent über das gesamte Sortiment hinweg, wird diese für Buchungen ab dem 1. November nur noch für Reisen in den Rest der Welt gewährt – für Türkei-Buchungen gibt es hingegen nur noch zehn Prozent. Das klingt zunächst nach einer Schwächung des Türkei-Geschäfts, ist aber aus Sicht des Konzerns ein Zeichen hoher Auslastung: Der Türkei-Vertrieb braucht keine teuren Provisionsanreize mehr, weil die Nachfrage ohnehin sprudelt. Für dich als Reisenden ändert sich durch das Provisionsmodell nichts direkt – es beeinflusst lediglich die Vergütung der Reisebüros.
Die Entwicklungen an der Türkischen Riviera spiegeln auch einen globalen Megatrend wider. Im ersten Halbjahr 2025 verzeichnete der globale Reise-, Freizeit- und Hospitality-Sektor Fusionen und Übernahmen im Wert von 10,8 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 17,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der Deals (368) sank dabei um 18,8 Prozent, was laut KPMG signalisiert, dass die Branche auf Qualität statt Quantität setzt und sich auf hochwertige Segmente wie Luxusreisen konzentriert.
Für die Türkei bedeutet das: Türkeis B2B-Reisetech-Infrastruktur und der Antalyaer Tour-Operator-Cluster gelten als attraktiver und unterbewerteter Übernahme- und Partnerschaftspool für Private-Equity-Investoren und GDS-Incumbents. Mit anderen Worten: Die Türkei ist nicht nur als Reiseziel begehrt, sondern auch als Investitionsstandort für Reisekonzerne, die im Luxussegment wachsen wollen. Das dürfte in den nächsten Monaten zu weiteren Übernahmen führen.
Auf reiseveranstalter.com findest du alle aktuellen Reise-News zu Fusionen, Neueröffnungen und Marktveränderungen – damit du als Reisender immer weißt, was sich bei deinem Veranstalter tut. Und wer konkret eine Pauschalreise in die Türkei plant, findet dort ebenso die passenden Angebote wie unter Luxusreisen.
Übernahmen und Renovierungen bedeuten für dich als Reisenden: Klug buchen und informiert bleiben. Hier die wichtigsten Empfehlungen:
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Das Marvida Club Palmeras Pascha ist das frühere TUI Blue Pascha Bay in Alanya-Konakli, das Coral Group Hotels übernommen, renoviert und zur Sommersaison 2026 als Viereinhalb-Sterne-Hotel neu eröffnet hat. Die Übernahme bedeutet: neues Management, neue Renovierung, neues Konzept – das Haus ist frisch aufgestellt und richtet sich an anspruchsvolle Türkei-Urlauber.
Ja, grundsätzlich schon. Bei einer Hotelübernahme – wie hier durch Coral Group Hotels – läuft der Betrieb weiter, und bestehende Buchungen werden in der Regel übernommen. Trotzdem empfiehlt es sich, beim Veranstalter nachzufragen und die Buchungsunterlagen zu prüfen, insbesondere wenn das Hotel unter einem neuen Namen firmiert.
Belek ist vor allem für Golfresorts und große Luxusanlagen bekannt und richtet sich an ein etwas internationaleres, sportlicheres Publikum. Alanya und Kemer punkten mit klassischer Riviera-Atmosphäre, lebhaften Strandpromenaden und einer Mischung aus Luxus und Urlaubsflair. Welcher Ort besser zu dir passt, hängt von deinen Prioritäten ab.
Direkt auf den Reisepreis hat die neue Provisionsstaffelung von Anex keinen unmittelbaren Einfluss. Sie betrifft die Vergütung der Reisebüros. Indirekt kann eine geringere Provision dazu führen, dass einzelne Reisebüros andere Veranstalter bevorzugt empfehlen – es lohnt sich also, aktiv nach Türkei-Angeboten von Anex Tour, Öger Tours oder Bucher Reisen zu fragen.
Zu den prominentesten Neueröffnungen und Übernahmen 2026 zählen: Marvida Club Palmeras Pascha (Alanya, Coral Group), Voyage Kundu (Kundu, Voyage-Kette), Çenger Blue Collection Hotel (Manavgat, Ultra-All-Inclusive, 5 Sterne), Corendon Hydros Club (Kemer, 5 Sterne, Coral Travel) sowie das Regnum The Crown in Belek.
Die Preise im Luxussegment sind grundsätzlich gestiegen, was zum Teil an der gestiegenen Nachfrage, zum Teil an Investitionen in neue Hotelqualität liegt. Gleichzeitig ist das Angebot durch Neueröffnungen und Übernahmen deutlich gewachsen, was den Wettbewerb belebt. Frühbucher und Reisende, die auf Last-Minute-Angebote setzen, können weiterhin sehr gute Preise finden – gerade bei frisch eröffneten Häusern.
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