Schuldenstreit mit Griechenland: Reiseveranstalter bleiben gelassen

Erstellt von Fridjof Krenz am 20. Februar 2015, 12:34 Uhr

Der Schuldenstreit zwischen Griechenland und den übrigen EU-Ländern, allen voran Deutschland, ist ein Thema, das derzeit die Medien beherrscht wie kaum ein zweites. Doch wie reagieren die Reiseveranstalter darauf, die mit dem Tourismus in das krisengeplagte Land ihr Geld verdienen? Die Antwort: bislang sehr gelassen. Weder bei Thomas Cook noch bei DER Touristik oder TUI Deutschland hat man bedenken, dass die Diskussion um den möglichen Schuldenschnitt dem Geschäft für Griechenland-Reisen schaden könnte. Denn Griechenland mit seinen wunderschönen Urlaubsinseln wie Kreta oder Rhodos ist bei den deutschen Urlaubern nach wie vor ein stark gefragtes Urlaubsziel.

Auch der Euro-Ausstieg würde den Urlaub nicht teurer machen

Thomas Cook beispielsweise teilt mit, für die Sommersaison werde Griechenland immer noch sehr viel gebucht, unter den Reisezielen des Anbieters befindet sich das Land unter den ersten fünf. Die deutschen Kunden können also offenbar sehr gut zwischen Griechenlands Politik und Griechenland als Ziel für einen Badeurlaub trennen – die politischen Streitereien haben jedenfalls kaum Einfluss auf die Buchungen der Kunden. Doch was wäre, wenn die Verhandlungen fehlschlagen und Griechenland tatsächlich die Euro-Zone verlässt? Auch das besorgt die Reiseveranstalter wenig. Denn die Verträge mit den Hotels sind bereits seit längerem geschlossen – und zwar in Euro. Also auch ein Comeback der Drachme wird den Griechenland-Urlaub nicht teurer machen. Dann kann der Sommer ja kommen!

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