Reiseveranstalter entdecken die Veganer als Zielgruppe

Erstellt von Fridjof Krenz am 31. Juli 2015, 13:18 Uhr

Fast eine Million Menschen in Deutschland lebt inzwischen vegan – das heißt, sie essen weder Fleisch noch andere Tierprodukte wie Eier, Käse oder auch Honig. Zudem versuchen sie oftmals auch abseits des Essens Tierprodukte zu vermeiden – beispielsweise nutzen sie keine Produkte aus Leder. Trotz dieses vermeintlichen Verzichts lassen es sich Veganer gerne gut gehen – dazu gehört natürlich auch ausgiebiges Reisen. Doch da fangen für viele Veganer die Probleme an – denn während man im Alltag gewöhnt und geübt darin ist, auf pflanzliche Ersatzstoffe zurückzugreifen, ist dies auf Reisen in anderen Ländern nicht immer ganz so einfach, denn vielerorts ist das Prinzip veganer Kost noch längst nicht so verbreitet wie hierzulande. Im Internet tauschen die vegan lebenden Deutschen daher Reisetipps aus – Websites wie „Vegan Welcome“ oder „Vegan Passport“ informieren beispielsweise über Hotels und Restaurants der Welt, die vegane Alternativen anbieten.

Thomas-Cook-Mitarbeiter werden zu Veganismus geschult

Kein Wunder, dass allmählich auch die kleinen und großen Reiseveranstalter erkennen, dass Veganismus ein Trend ist, der der Branche eine Chance bietet, neue Zielgruppen zu entdecken. So arbeitet die TUI derzeit beispielsweise an einer Suchfunktion, mit der sich die Nutzer vegane Küchen auf den angebotenen Reisen heraussuchen können. Auch Thomas Cook setzt auf die vegane Zielgruppe: In den eigenen Sentido-Hotels werden die Mitarbeiter regelmäßig über die Besonderheiten des veganen Lebensstils geschult und weitergebildet. Auch kleine Reiseveranstalter, die sich auf vegane Produkte konzentrieren, können Erfolge vorweisen. „Vegane Flusskreuzfahrten“ bietet eben solche sehr erfolgreich an. Auf den Kreuzfahrten gibt es veganes Essen, veganen Wein sowie beispielsweise Yoga-Workshops.

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