Ein neuer Rekord für die Reisebranche – die USA werden jedoch gemieden

Erstellt von Harry Pfliegl am 19. März 2018, 10:55 Uhr

Die Lust der Deutschen am Urlaub ist ungebrochen. So vermeldeten die Reiseveranstalter bei der Tourismusmesse ITB bei den Frühbuchungen im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 18 Prozent – nachdem bereits 2017 mit einem Gesamtumsatz von 64,7 Milliarden Euro ein absolutes Rekordjahr war. Eines der beliebtesten Fernreiseziele, nämlich die USA, kann von diesem Trend allerdings nicht profitieren. Der Grund: Angesichts der nationalistischen Töne, die Präsident Donald Trump anschlägt, machen viele Reisende aus Deutschland lieber einen Bogen um die USA.

Bereits 2017 waren Buchungen für USA-Reisen um 17 Prozent zurückgegangen. Für die Sommersaison 2018 erwartet die Marktforschungsfirma GfK sogar ein weiteres Minus um 20 Prozent – obwohl der US-Dollar deutlich schwächer ist als noch vor einem Jahr.

Warum reisen die Deutschen weniger oft in die USA?

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Wie Norbert Fiebig, Präsident des Branchenverbandes DRV sagt, habe es beim Amtsantritt von Donald Trump einen negativen Effekt gegeben. „Fraglich aber ist, wie lange sich die Deutschen von der Sympathie zum US-Präsidenten leiten lassen, wenn es um das Traumziel USA geht“, so Fiebig.

Es sind jedoch nicht nur die deutschen Urlaubsgäste, welche die USA zunehmend meiden. Vor allem die ausbleibenden Gäste aus dem Nahen Osten sowie aus Lateinamerika machen der Tourismuswirtschaft in den USA zu schaffen. Immerhin erwirtschaftet die Branche alljährlich 1,6 Millionen US-Dollar und hat somit einen wesentlichen Anteil am Bruttoinlandsprodukt der USA. Sehr viel gefragter bei den Gästen sind derzeit Länder wie die Türkei, Spanien, Griechenland oder Ägypten.

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